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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 3 und 4)

 
Schau-Essen, hergerichtet zur dreihundertjährigen jubelfeier des Augsburger Religionsfriedens zu 
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das Schwanenservice schmückenden plastischen Figuren die Grösse, die 
später mit wenigen Ausnahmen für die ganze Porzellanplastik Geltung 
bekommen sollte und für die auf der Tafel lebende kleine Welt angemessen 
war. Auch die Form des Sockels ergibt sich für viele Figuren aus diesem 
Zwecke. Bei den Figuren, welche als Zierat auf die grossen plats de menage 
mit ihren Salz-, Öl-, Essigbehältern u. s. w. gestellt wurden, wurde der 
Sockel mit seinem Muschelwerk den Rokokoformen dieser Geschirre ange- 
glichen. Sockel, mit Blumen oder Gras bewachsen, wählte man bei Figuren, 
die den auf der Tafel aufgebauten Park bevölkern sollten. Kleine Postamente 
in Denkmalform dienten als Untersatz für die Statuen aus Porzellan, welche 
die Parterres und Terrassen zu schmücken bestimmt waren. 
Auch die die Gruppen begleitenden Bäume, Lauben, Pyramiden und 
Nischen erklären sich nun leicht, ferner die allseitige Komposition bei den 
Gruppen, die in der Mitte der Tafel freistehend nach allen Seiten hin sich 
gleichmässig entwickeln mussten, um von jedem Standpunkte aus ein 
hübsches Bild zu bieten. Vielfach wurden diese Gruppen durch Aneinander- 
schieben von Teilstücken gebildet, wie der in zwei Stücken gearbeitete, schon 
erwähnte Nymphenburger Tafelaufsatz mit der „Erde" und dem „Wasser". 
Besonders bei Melchior kann man beobachten, welche Mühe ihm oft die
	        

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