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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 3 und 4)

Stockholm, Skansen, Haus aus Bleckingen 
 
aber stets über das nackte Bedürfnis hinausgegangen wurde und der 
charakteristische Ausdruck der Zweckmässigkeit in Verbindung mit einem 
Schmuck gefunden wurde, der aus den Eigenschaften des Materials und der 
Anwendung einfachster technischer Hilfsmittel hervorging. 
Die waldreichen Gebirge Schwedens und Norwegens haben naturgemäss 
das Holz als das Hauptmaterial für den Bau und die Einrichtung der Häuser 
geliefert. Dadurch hat sich eine eigenartige und entwickelte Holzbaukunst 
herausgebildet, welche besonders in Norwegen zu einer reichen Blüte gelangt 
ist. Aber auch die Geräte des häuslichen Bedarfes bis zu den T rinkgefässen 
und Küchengeräten haben eine Durchbildung in Holz erfahren, die in vielen 
Fällen das Resultat eines tüchtigen „Hausfleisses" war und künstlerische 
Züge aufweist. 
Für den Schmuck des Körpers und der Wände hat eine ausgebildete 
Hausweberei beigetragen, die ebenso wie die Stickerei eine vorwiegend 
weibliche Betätigung bildete und heute wieder von den bürgerlichen Kreisen 
Skandinaviens mit Ernst und Eifer gepflegt wird. 
Wir wollen nun anschliessend an einige Abbildungen der schwedischen 
und norwegischen Arbeiten zu zeigen versuchen, in welcher Weise sich das 
Interesse an der Volkskunst auf dem skandinavischen Festlande betätigt. 
Unter den Personen, welche in Schweden besonders eifrig als Sammler 
tätig waren, tritt Dr. Artur Hazelius in erster Reihe hervor. Er hat aus 
15'
	        

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