MAK

Full text: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 5)

aber Zeit und Er- 
fahrung ist nötig, 
um hinter der Art 
die Methode der 
Konstruktion zu 
entdecken. 
Die Männer 
von 1860 waren es, 
welche die Schön- 
heit der englischen 
Farmhäuser und 
Landhäuschen des 
XVII. und XVIII. 
Jahrhunderts und 
die Vornehmheit 
der georgischen 
Stadthäuser er- 
kannten. Und in- 
dern sie diese Bau- 
ten einer vergan- 
genen Zeit rekon- 
struierten, bemüh- 
ten sie sich, das 
Warum und Wozu 
dieser Schönheit 
und Vornehmheit 
herauszufinden, ge- 
rade so wie die 
Buntbemalte Gruppe, "Brautwerbung", wohl vom Modelleur Schneider Kirchenarchitekten 
(Kmlog "r- 73') die Theorie und 
Praxis des Kirchen- 
baues mehr in der Ausführung von Gebäuden, als in dem Studium alter 
gotischer Kirchenarchitektur fanden. 
So haben Lutyens, Voysey, Troup, Menton, Guy Dawber und manch 
andere die von Norman Shaw und Ernest George entdeckten Theorien und 
Tatsachen benützt und die Architektur in England einen Schritt vorwärts 
geführt. In England zeigte die Renaissance in der Architektur der Renais- 
sance im Kunsthandwerk den Weg. Das Wiedererwachen des Interesses am 
Kunsthandwerk, an farbiger Verglasung, Schmiedeeisenarbeit und Holz- 
schnitzerei war das direkte Ergebnis der gotischen Renaissance. Die 
Wiederbelebung dieser Kunstzweige ist in grossern Masse dem persön- 
lichen Einfluss solcher Architekten wie Pugin, Sadding und Norman Shaw 
zuzuschreiben. Der Enthusiasmus und die Kunstliebe eines William Morris 
und eines Walter Crane gaben dieser Bewegung eine ungeheure Triebkraft.
	        

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