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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 7 und 8)

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auf, die allerdings neuer- 
lich vielfach in den japani- 
schen Stil übergeht. 
Die Gruebyschen Ar- 
beiten zeigen eine Technik 
und Zeichnung, die viel- 
fach an altkeramische 
Arbeiten erinnert und ihre 
Farbenskala ist derart, 
dass man annehmen 
könnte, sie seien uralten 
Datums. Neuerdings kom- 
binieren Gruebys und 
Tiffanys vielfach ihre Pro- 
dukte. Besonders um 
künstlerische Lampen 
herzustellen, die als Vasen 
in Gruebyscher Aus- 
führung mit Schirmen von 
Tiffanys „favrile glas" pro- 
duziertwerden. Die matten 
Töne der Basis _ in stili- 
sierten Blattformen ge- 
halten - harmonieren mit 
den bunten, aber stets 
gedämpften Tönen der 
Kasel, Gold- und Silberstickerei auf weissem Brokat. Laut Inschrift 
von einem Gewandstüclte, das bei der Krönung Maria Theresias zur __ _ _ 
Königin von Ungarn 174i verwendet wurde. Kathedrale von Szatmar, Glasglocken prachtig, dlß 
"ngm gewöhnlich Blumenkelche 
als Motive aufweisen. Das 
ganze ist wie ein stilisierter Blumenstrauss in einem Behälter, dessen 
Farben durch die Dämpfung der Entfernung gesehen werden. 
Die Verbindung von Metallarbeiten mit keramischen Produkten, welche 
in Europa schon viel durchgeführt wurde, ist neuerdings hier als Spezialität 
von der Van Briggle-Töpferei in Colorado Springs aufgenommen worden. 
Die Metallarbeit wird vom Töpfer auf den vollendeten Gefässen angebracht. 
Es ist eine harte Substanz, ungefähr so hart wie Glockenguss. Die in jener 
Gegend gefundenen Edelsteine werden dem Metalle einverleibt , wenn dadurch 
der künstlerische Effekt erhöht werden kann. Helle, matte Töne wiegen 
in diesen keramischen Arbeiten vor, die von sehr angenehmer Wirkung sind. 
Nicht in Verbindung mit Metall, aber durch die eigenartig wirkende 
Glasur wird die Sonderheit der Arbeiten der „Brush Guild" erreicht. Mistress
	        

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