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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 7 und 8)

 
H. W. Walcott, Der Wettkampf 
M. Chases hellgekleidete, virtuos gemalte Dame in schwungvoller Stellung, 
Henris „Dame in Schwarz", ein Bild von brillanter Technik und dem diesem 
Künstler eigenen intensiven Ausdruck, Louis Loebs Bildnis des Banquiers 
Jakob H. Schiff in der matten, schmelzvollen Malweise ausgeführt, die 
dieses Künstlers Eigenart bildet. Douglas Volk hatte eine Schönheit aus der 
Kolonialzeit beigesteuert, ein Bild von ungemeinem Liebreiz in Komposition 
und Farbe. Alle diese Künstler habe ich im vorerwähnten Aufsatz (Heft 10, 
Igo3) des näheren gewürdigt. 
Neu in den Ausstellungen des Winters war unter andern der noch sehr 
jugendliche S. J. Woolf, dessen „Chemiker im Laboratorium", ein lebens- 
grosses Bildnis in ganzer Figur, Zeugnis hervorragender Begabung ablegte. 
Es ist in der Beleuchtung sehr fein beobachtet. Erstaunen erregte die 
Erteilung des Carnegie-Preises - für die verdienstvollste tiguralische Kompo- 
sition der Ausstellung 7 an C. Curran für sein Bild „Am Piano"; eine kaum 
in halber Lebensgrösse dargestellte Dame, welche Klavier spielt, bildet das 
Sujet. Der Effekt des einfallenden Lichtes ist recht hübsch durchgeführt, aber 
das ist der Hauptvorzug. Im ganzen eine unbedeutende Leistung ohne 
irgendwelche Originalität in Empfindung oder Auffassung. Entschieden 
bedeutender in ihrer Eigenart waren Frys „Undine" und „Waterwitch" 
(Nixe) sowie Loebs „Byblis", auch Irving Couses „Flötenspieler im Walde" 
(Indianer) und verschiedene andere Bilder, die höhere Künstlerschaft und
	        

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