MAK

Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 7 und 8)

Empfindung für Farbenwert 
und Atmosphäre darstellt, so 
sind es eben nicht mehr ein 
paar unbedeutende Gegen- 
stände, sondern es ist ein 
Bild von sublimen Reiz daraus 
entstanden. (Siehe Chases 
Bilder in Heft 10.) 
Die Ausstellung der 
,,NationalAcademyofDesign" 
ist der der„AmericansArtists" 
vorangegangen. Auch ihr 
drückte die Bildnismalerei den 
Stempel auf. Dazu haben 
wir im Herbst eine besondere 
Porträtausstellung zu sehen 
bekommen, die Porträts alter 
und neuer Meister zu wohl- 
tätigem Zwecke vereinigte. 
Ferner haben eine Unmasse 
von Spezialausstellungen von 
Porträtmalern - hiesigen 
und französischen - stattge- 
funden. Also das Bildnis ist 
diesen Winter hier gewaltig 
im Vordergrund gestanden. 
In" der „Academy" gelangte 
auch eine neue Stiftung, der 
Proctorpreis, für das beste Bildnis der Ausstellung bestimmt, zum erstenmal 
zur Verteilung und dies mag mit der Grund gewesen sein, dass so viele 
Porträts eingesandt wurden. Robert Vonoh errang den Preis für das Bildnis 
seiner Tochter, das starke Anlehnung an Velasquez verrät. 
George Story, Kurator der Bildergalerie im „Metropolitan Museum of 
Art", hat ein Selbstporträt beigesteuert, das durch seine feine Modellierung 
und ungemein harmonische Färbung, sowie überhaupt durch die edel 
künstlerische Auffassung sehr interessierte. Auch hier hat allerdings ein 
alter Meister zu Rate gestanden: Rubens! 
Der Clarke-Preis ward an H. M. Walcott verliehen. Er ist für das beste 
figuralische Bild der Ausstellung bestimmt, „The contest" („DerWettstreit"), 
im Garten spielende Kinder waren dargestellt. Der Künstler malt in einer an 
Puvis de Chavannes gemahnenden Manier. Er zeigt trockene Farbe, Hache 
Wirkung, aber treffliche Komposition und Zeichnung. 
Von den drei Hallgarten-Preisen - bestimmt für Maler unter 35 Jahren 
- wurde der erste an Ch.W. Hawthorne verliehen für seine Mädchengestalt, 
August Lukeman, Die Kraft
	        

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