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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 9)

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Doch alle diese Einrichtungen überstiegen 
weit die Mittel, über die Danhauser verfügte, er 
rechnete mit den künftigen Erträgnissen des Ge- 
schäftes und geriet bald in schwere Sorgen. Er 
musste grössere Summen auf die Herstellung des 
aus dem Ende der Rokokozeit stammenden Ge- 
bäudes und Parkes verwenden als er voraus- 
gesehen hatte, und so kam es, dass Danhauser, 
der infolge eines Blutschlages im Jahre 1829 
plötzlich starb, die Familie in sehr ungeordneten 
und ungünstigen Verhältnissen zurückliess. Seine 
Verdienste um das Kunstgewerbe aber waren 
ausserordentliche. Man hatte sich um die 
Wohnungsausstattung wenig gekümmert bis Dan- 
hauser als der erste verlangte, dass ein Raum 
harmonisch in der Farbe und die Form und An- 
ordnung der Möbel zweckentsprechend sein 
müsse. Sein Geschmack war tonangebend, alle, 
die auf vornehme Einrichtung Anspruch machten, 
wandten sich an ihn, der auf die künstlerische 
Ausstattung der Räume so grossen Einfluss nahm. 
Um den Anforderungen zu genügen, wurde 
das erworbene Kapital immer wieder in der 
Fabrik investiert, so dass beim Tode Danhausers 
das Geschäft zwar fiorierte, aber dennoch viele 
Aussenstände, ja sogar Schuldenvorhandenwaren. 
Die Witwe, in Unkenntnis des Geschäftsgebarens, 
hatte, übel beraten, Gelder zu hohen Zinsen auf- 
genommen und rief nun in ihrer Not ihren ältesten 
Sohn Josef, der sich zum Maler ausgebildet hatte, 
zurück. Der Vater hatte seine Söhne für das Ge- 
schäft bestimmt und als er seinen Sohn Künstler 
werden liess, immer die Hoffnung gehegt, 
Josef würde, so wie er selbst es einst 
getan, die Künstlerlaufbahn aufgeben 
und sein künstlerisches Können dem 
Unternehmen widmen. Seinen zweiten 
Sohn, Franz, hatte er das Tapezierer- 
handwerk lernen lassen und es war ein 
grosses Fest im Hause, als Franz im 
Jahre 1829 freigesprochen wurde. Josef 
sollte als der älteste nach dem Tode 
des Vaters die Leitung übernehmen. Er wollte das Unternehmen, um es 
zu rangieren, in kleinerem Masstabe betreiben, doch das gab die ehrgeizige 
Standuhr im stileLouisXVL, Palisander 
mit lmarsien und Bronzebeschlägen
	        

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