MAK

Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 9)

 
Empireaussxellung in Dresden, Möbel aus dem Schlosse zu Koburg 
verwendete man daher antike Bauglieder, Vasenformen und Ornamente für 
Möbel und Tafelgeräte und diese Strömung wurde während der grossen 
Revolution zur herrschenden. Nur das rasche Durchdringen des Empirestils 
ist wesentlich Napoleons Werk. Bei ihm bildete die ausgesuchte künstlerische 
Kultur ein Stück der Politik. Er begünstigte das Kunsthandwerk ganz plan- 
mässig mit vollem Bewusstsein, und nicht einmal der Krieg brachte dabei 
die mindeste Unterbrechung. Er brachte es fertig, zwischen zwei Haupt- 
schlachten Bestellungen auf Porzellan und seidene Stoffe heimzusenden. Er 
beschäftigte fortwährend die ersten Architekten, Ebenisten, Bronzeziseleure 
und Seidenfabrikanten. Er entfaltete in seinen Palästen die ausgesuchteste 
Pracht im Sinne des Empirestils, er verlangte auch von seinen Marschällen, 
dass sie „grossartig, nicht kleinlich" aufträten. 
Die Architekten Percier und Fontaine sowohl wie der Kunsttischler 
Georges Jacob (auch Jakob Desmalter genannt), der Hofjuwelier Biennais 
und andere arbeiteten fortgesetzt für Napoleon. Jacob möblierte für den 
Kaiser eine ganze Reihe von Palästen und Schlössern und zwar nicht bloss 
in Frankreich, sondern auch in Mainz, Antwerpen, Rom, Florenz, Venedig. 
So wurde der Empirestil in wenigen Jahren überall bekannt, noch dazu durch 
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