MAK

Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 11)

 
Weltausstellung zu St. Louis, Bank, k. k. kunsxgewerblicbe Lehranstalten 
Wohl liegt auf der Höhe hinter der Festhalle der Kunstpalast. Soweit 
also Malerei und Skulptur in Betracht gezogen werden, hat man das Material 
leidlich beisammen. Obzwar die amerikanischen Skulpturen, welche Gebäude 
und Anlagen schmücken - und hier im grellen Sonnenlichte, in der Einzel- 
wirkung sich auf der Höhe der Gebäude oder Freitreppen viel weniger 
günstig präsentieren als in den New-Yorker Winterausstellungen - auch 
einbezogen werden müssen und viele Staaten und Regierungen Skulpturen 
und Gemälde auch in ihren speziellen Bauten untergebracht haben. 
Sehr qualvoll wird aber das Studium dadurch, dass nur der Mittelbau, 
der die amerikanische Kunst beherbergt, eine leidliche Temperatur aufweist. 
Er ist aus Stein, hat dicke Wände und ist gut ventiliert, da er als ständiges 
Kunstinstitut bestehen soll. Daher wurde er auch zuletzt vollendet und die 
Amerikaner waren später fertig als ihre ausländischen Gäste. Diese mussten 
sich aber dafür mit zwei Gebäuden begnügen - rechts und links den ameri- 
kanischen Mittelbau flankierend - die zwar gut beleuchtete Räume besitzen, 
aber sehr mangelhafte Ventilation, so dass der mehrstündige Aufenthalt bei 
der hohen Temperatur sich sehr unangenehm gestaltet. Das ganze Kunst- 
zentrum wird durch die die beiden Flügel rückwärts wieder verbindende 
Skulpturenhalle zu einem Quadrat geformt. Diese Skulpturenhalle beherbergt 
französische, italienische, belgische und argentinische Bildhauerwerke. 
Was nun aber das Kunstgewerbe betrifft, so ist es bedeutend schwieriger, 
sich ein Gesamtbild zu schaffen, denn dessen Kundgebungen sind fast über 
alle Bauten, ja über das ganze Ausstellungsgebiet verteilt und finden sich 
zuweilen in einer Umgebung, wo man sie am allerwenigsten vermutet, 
während man da, wo man berechtigt ist sie zu suchen, dies häufig ganz 
vergeblich tut. Allerdings hat man zum erstenmal in Amerika die Einteilung
	        

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