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Volltext: Monatszeitschrift VII (1904 / Heft 12)

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Weltausstellung zu St. Louis, Regierungsgebäude von Arizona 
Nakadas „Hahn und Henne" unter Bambus und Rosen. Blumen und Tiere 
sind sehr beliebt, „Lotos und Enten im Herbst" von Watanabe oder 
„Chrisanthernum und Hühner" von Mayeda, „Kirschen und Enten", der 
„Frühling" von Murase und so weiter. 
Auch historische Gemälde gibt es, wie: „Eine Szene aus dem Leben 
von Jaritomo" von Kawamura, aber hier wird leicht eine Überfülle bemerk- 
bar, weil die Perspektive fehlt. 
In den japanischen Skulpturen, meistens Elfenbein oder Bronze, macht 
sich eine sehr naturalistische Ausführlichkeit geltend, die oft an die Italiener 
des Verismus erinnert. Ganz besonders Kanejiro Kanedas Bronzen „Gross- 
mutter und Enkel", „Hart an der Arbeit", „Grossvater und Enkelin pfiiigend", 
„Alte fegende Frau" dokumentieren in hohem Grade diese Richtung. Sie 
sind von hoher Vollendung, aber fast unheimlicher Naturnachahmung. 
Fast ausschliesslich Blumendekorationen zeigen die Cloisonne-Email- 
Vasen. I. Ando ragt hier hervor mit unendlich reizvollen Dekorationen von 
Pflaumenblüten, Epheu, Hydangea; Y. Honda zieht Tierdekorationen vor. 
Über die Schönheit der Produktion Worte zu verlieren, wäre unnötig, sie ist 
hinreichend bekannt.
	        

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