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Volltext: Monatszeitschrift XVII (1914 / Heft 2)

Verbindung, bei welcher der organische Aufbau wenig betont oder garverdeckt 
wird. Dieselbe wird daher auch zumeist nur bei untergeordneten Arbeiten 
zu finden sein. Die „Bindung", das ist die Zusarnmenüigmg zweier Teile 
durch ein dieselben ringartig umfassendes Stück, den „Bund" oder „Binder", 
verleiht der Arbeit konstruktiven Charakter und trägt zur Widerstandsfähig- 
keit des Objektes bei. Zuweilen werden die Binder profiliert und geziert, 
wodurch dieser Konstruktionsbehelf direkt als Schmuck wirken kann. Die 
 
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Abb. a. Abschlußgitter mit Türe in der Domkirche zu St. Peter und Pnul in Klagenfurt 
Anwendung der Bindung, außerhalb der Stabmuster, bietet den großen Vorteil 
der Beweglichkeit, wodurch die Haltbarkeit bedeutend erhöht wird. Eines der 
großartigsten Beispiele in dieser Hinsicht bildet das Gitter bei den Grabmälem 
der Scaliger in Verona, aus dem XIV. jahrhundert. In seiner Komposition 
einem starren Gebilde gleichkommend, ist es, in den horizontal und vertikal 
gestellten Bindem beweglich, fähig, Stößen nachzugehen und sogleich wieder, 
einem Stoffvorhang ähnlich, in seine ursprüngliche Lage zurückzukehren. 
Die „Nietung" wirkt als sichtbare Verbindung konstruktiv und zuweilen 
auch dekorativ, wenn die Nietenköpfe besonders gestaltet oder durch Rosetten
	        

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