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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 1)

 
lfplhüißßäiri-ioäziäißimäißqäwnr Mutter ist dadurch erreicht, daß der 
ärgern-n Slllßilß olNndd. 
 
Jmv-"f-le-"Eüggtg; g _ ' Kleine zur Mutter aufschaut, während 
' ' '  auf dem Stiche seine Aufmerksamkeit 
auf das Einschenken der Flüssigkeit 
gerichtet ist. Da der kleine Herd mit 
der zaunartigen Umhegung sich nicht 
sehr für eine Übertragung in Porzellan 
eignet, verzichtete der Modelleur auf 
alles Beiwerk des Stiches und gab der 
Mutter einen großen Teekessel in die 
Hand. Auch die anderen auf dem Stich 
nicht sehr deutlich charakterisierten 
Gefäße in den Händen der Kinder sind 
in Geschirrformen, die ihm geläufiger 
waren, übersetzt worden. Der Kopf- 
schmuck der Chinesin ist vereinfacht, 
um bequemer hergestellt zu werden. 
Er konnte auf diese Weise ohne 
Stich von F. Falken-m aus „ll Calotto resuscitato" weiteres aus der Form gewonnen Wer- 
den, während er sonst noch besonders 
in Masse hätte aufgesetzt werden müssen. 
Fanden wir in dieser Gruppe ein zweckmäßiges Urnarbeiten des 
gegebenen Motives, so erscheint dagegen bei der in der Sammlung des 
Herrn Dr. v. Pannwitz in München befindlichen Chinesengruppe in einer 
Laube (Abbildung Seite 35) die Abweichung vom Stiche mehr als ein Miß- 
Verständnis und mangelhafte Auslegung des Originales. Während auf dem 
Stiche das Paar in der Lektüre eines Buches vertieft ist, das so zusammen- 
gelegt erscheint, daß die beiden Deckel des Einbandes aufeinanderliegen, 
hat der Modelleur statt dessen der Frau ein geschlossenes Buch in die Hand 
gegeben, so daß das Emporhalten desselben durch die Chinesin unver- 
ständlich geworden ist. Ebenso hat die rechte Hand des Chinesen, die auf 
dem Stiche auf der Brust aufliegt, gleichwie die ganze übrige Körperhaltung 
die Gebärde eines Redenden angenommen. Die einfache Stablaube ist eine 
reiche Rokokolaube geworden und das Paar in dieselbe hineingerückt. Eine 
dritte derartig auf einen Stich Huquiers nach Boucher zurückgehende 
Meißener-Gruppe, eine Chinesenfamilie mit Glockenspiel darstellend, besitzt 
Herr Dr. Adolf List in Magdeburg. 
Eine dem Gebiete der Pastoralen entnommene Komposition von 
Boucher, „L'agreable1econ", ahmte ein Frankenthaler Modelleur in einer 
jetzt im Bayerischen Nationalmuseum in München befindlichen Gruppe nach, 
und zwar nach dem Stiche von R. Gaillard. "' Die kleinen Abweichungen der 
ziemlich hölzernen Porzellangruppe vom Vorbilde erklären sich wiederum 
aus technischen Eigentümlichkeiten. Die im Stiche eng aneinander 
"' Der Stich ist von J. E. Nilson im Gegensinne wiederholt worden.
	        

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