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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 4)

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George Frederick Watts, Selbstporträt 
(nach einer von F. Hollyer überlassenen Photographie) 
und minder charakterfeste Künstler erzielen, indem sie sich damach richten, 
einen leichten wenn auch verhängnisvollen Erfolg. Jüngst riet ein Zeit- 
schriftenartikel, der über literarische Dinge sprach, man möge doch dem 
Publikum immer das geben, was es wolle, denn das sei den Verrücktheiten 
einiger Neuerer, die in hartnäckiger Weise dem Publikum das darböten, 
nach was es gar nicht verlange, noch immer vorzuziehen. Wie mit Büchern, 
so mit Bildern. Es bedarf keiner Anstrengung, um Watts Kunst als Priester 
sowohl wie als Parabolist zu begreifen. Watts wendet sich an die edleren Ge- 
fühle in uns. Das ist einer der Gründe, warum wir Watts hochschätzen. Er 
hat die edlen Regungen des Menschen nicht nur in der Theorie gelten 
lassen, wie es jeder von uns tut, er hat ihnen auch praktisch Folge geleistet 
und sich auf solche Weise eigenhändig ein Monument errichtet.
	        

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