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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 3)

italiani che erano sempre molto forti pour 
tromper l'oeil du public." (Er spricht 
immer so in einem Gemisch von Franzö- 
sisch und Italienisch.) Um die Sache noch 
intimer zu demonstrieren, stellt er in eine 
seiner gläsernen gabbie (Käfige) die Kopie 
eines antiken Satyrköpfchens mit seinem 
eigenen frühen Gaminkopf (von 1882) 
zusammen. Der antike Kopf sei daneben 
zwar reizend, aber nichts von Natur; 
ganz „metier", ganz „atelier", eine hüb- 
sche konventionelle Sache. Seine eigenen 
Werke seien alle erlebt, nicht Kombina- 
tionen des Verstandes, sondern Erleb- 
nisse seiner Sinne unter gewissen 
natürlichen Verhältnissen. Er wolle auch 
nicht das Material als solches zur Geltung 
bringen, sondern es im Gegenteil ver- 
gessen lassen. Er entstofflicht die Plastik _ 
. . . . Medardo Rosso, verschleiert: Dame (Koll. 
gewissermaßen: lndem er W111: daß die Noblet, Paris) nacheinervonMr. Chabrierüber- 
Materialität zwar vorhanden sein soll, lmww vhvtoeßrhischßn Aufnahme 
aber nur durch die Wirkung des Lichtes 
und der Umwelt („ambiente"). Solche Werke zeigte er uns in geschlossener 
Reihe, von der alten „concierge" (1882) angefangen bis zu dem „enfant 
a la bouchee de pain". 
Dieses, in einem Kinder- 
asyl gefundene Motiv ist 
ihm eigentlich das liebste, 
weil es seinem Wollen 
oder Traum am nächsten 
kommt. Die meisten Be- 
schauer werden sich 
damit nicht befreunden, 
so zauberhaft wahr in 
ihrer fast nur angedeu- 
teten Modellierung die 
geschweiften Flächen 
dieser Form, die über die 
Augen huschenden 
Schatten, die verschie- 
denen Pointen des vagen 
Kindergesichtes sind. Die 
Gruppe „Mädchen und 
Medarclo RossmDie Lachende (Koll. Noblet, Paris, Koll. Sarre, Berlin) Kind sich küssend" (des 
 
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