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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 3)

ERLINER FÄCHERAUSSTELLÜNG X905. In Berlin hat sich ein Komitee 
gebildet, das soeben seine Einladungen versendet zur Beteiligung an einer Berliner 
Fächerausstellung, die einen internationalen Charakter tragen und folgende Gruppen 
umfassen soll. x. Malerei, 2. Moderne Spitzen, 3. Ornamentale Fächer, gestickt und gemalt, 
4. Schablone und Kunstdruck, 5. Retrospektive Abteilung, Künstlerische Fächer älterer 
Epochen. Die Ausstellung wird in den Salons der Firma Friedmann 8: Weber Ende 
Oktober dieses Jahres stattfinden. 
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BER LESERLICHKEIT VON ORNAMENTALEN SCHRIFTEN. 
Zu den gewöhnlichen Einwendungen konservativer Menschen gegen die erfolg- 
reichen Bemühungen unserer Tage, welche auf die Ausbildung einer künstlerisch ein- 
wandfreien Schrift abzielen, gehört der Vorwurf der Unleserlichkeit. 
In seiner neuesten Broschüre" weist der rührige Vorkämpfer moderner Schrift- 
belebung, R. v. Larisch, mit überzeugenden Gründen die Unhaltbarkeit der alltäglichen 
Vorurteile recht sinnfällig nach. Man liest gerne seine klugen Reflexionen über die Ent- 
stehung und Beschaffenheit des scheinbar so feststehenden Begriffes, der bei näherer 
Betrachtung ganz von zufälligen und subjektiven Verhältnissen abhängig erscheint. Man 
folgt mit Interesse den praktischen Experimenten, für welche die Vorarbeiten des Verfassers 
und seine Eigenschaft als Lehrer reichlich Gelegenheit geboten haben und wird schließlich 
von der Berechtigung seiner Konklusionen überzeugt. In diesen wird jedem Ausübenden 
die Notwendigkeit der Rückkehr zu einfachen und klaren Grundformen und die Erzie- 
lung eines geschmackvollen und übersichtlichen Gesamtbildes der Schrift nahegelegt und 
der Weg zur Erreichung dieses Zieles mit Hilfe ganz einfacher Arbeitsbehelfe angedeutet. 
Für den Lesenden ist der Kampf gegen die deutsche Frakturtype und für die lateinische 
Antiquatype wichtig. Das Büchlein selbst bietet in seiner geschmackvollen Ausstattung, 
der gefälligen Drucktype, der übersichtlichen Seitengestalt einen aufmunternden Beweis 
von der Durchführbarkeit und dem Wert der Ratschläge des Verfassers. l-l. Fischel 
MITTEILUNGEN AUS DEM K. K. ÖSTER- 
REICHISCHEN MUSEUM Sv 
APANISCHE AUSSTELLUNG. Ihre k. und k. Hoheit die durchlauchtigste Frau 
Erzherzogin Maria Theresia hat am u. März die japanische Ausstellung besichtigt. 
UBLIKATION ÜBER DIE K. K. WIENER PORZELLANMANU- 
FAKTUR. Im Anschlusse an die im verflossenen Jahre veranstaltete A1twiener- 
Porzellanausstellung hat das Österreichische Museum die Publikation eines die Geschichte 
der Wiener Porzellanfabrik behandelnden Werkes in Angriff genommen und versendet 
die bezüglichen Subskriptionseinladungen. Das Werk soll einen Folioband mit 40 Illustra- 
tionen im Texte und 42 Tafeln, darunter 12 farbigen, umfassen und den Entwicklungsgang 
der Fabrik auf aktenmäßiger Grundlage schildern. 
Die vorkaiserliche Zeit sowie die figurale Plastik wird der Direktor des Troppauer 
Museums Dr. E. W. Braun, die kaiserliche Periode mit Ausschluß der Plastik Regierungs- 
rat Kustos Folnesics bearbeiten. Die Herstellung und den Verlag des Werkes, das im 
Frühjahr 1906 erscheinen soll, hat die k. k. Hof- und Staatsdruckerei übernommen. 
Die Auflage ist auf 300 numerierte Exemplare beschränkt. Der Subskriptionspreis 
beträgt x20 Kronen; der künüige Ladenpreis ist auf x 5c Kronen festgesetzt. Subskriptions- 
anmeldungen sind an die Direktion des k. k. Österreichischen Museums zu richten. 
ESÜCH DES MÜSEUMS. Die Sammlungen des Museums wurden im 
Monate Februar von 10504, die Bibliothek von 1878 Personen besucht. 
"' Über Leserlichkeit von ornarnentalen Schrihen von R. v. Larisch. Wien, A. Schroll R (20.. 1904. 8'. 
28'?
	        

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