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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 5 und 6)

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abgesehen von der rein mensch- 
lichen und ziemlichnaheliegenden 
Versuchung, sich den Lohn so 
vieler künstlerischer Bemühung, 
die Bewunderung und den Beifall 
des Publikums zu erwerben. 
Die zum ästhetischen Erfolge 
des Dekorationsplanes nötige 
Selbstverleugnung ist nicht das 
geringste Verdienst der Brang- 
wynschen Arbeit, welche den Ge- 
genstand dieses Berichtes bildet. 
Den Kern des Ganzen liefern na- 
türlich die hier abgebildeten figu- 
ralen Paneels, die jedoch mit ihrer 
einfachen und geschmackvollen 
Fassung so intim verbunden sind, 
daß es fast grausam erscheint, sie 
davon loszulösen. Ein ruhiges, 
neutralbraunes Papier bedeckt 
die Wandf-lächen, welche durch 
einfache Pilaster aus lichtgrauem 
Eichenholz gegliedert sind. Es 
muß Wohl hier erwähnt werden: Alte Häuser in Hastings (mit Ziegelbehang) 
daß bei der ganzen Ausstattung 
des Raumes den sehr bescheidenen Geldmitteln Rechnung getragen wer- 
den mußte, die dem Komitee zur Verfügung standen. Die Türöffnungen 
haben eine architektonische Fassung im modernen Stile und sind mit Vor- 
hängen aus ganz billiger Leinwand von hellgrau-gelber Farbe versehen. 
In der Mitte des Raumes steht ein architektonisch gegliederter Sockel 
für eine schöne Bronzeligur von Goscombe John, umgeben an den vier 
Ecken von in Kübel gepflanzten gestützten Lorbeerbäumen. Zwei kleine 
Tische und vier Lehnbänke vervollständigen das Mobiliar, welches aus dem- 
selben grauen Eichenholze gearbeitet ist, wie die Wandpilaster und Tür- 
pfosten. 
Um den ganzen Raum zieht ein Fries, welcher der Paneelierung der 
Wände entsprechend in Felder geteilt ist. Die Füllung der Seitenfelder ist 
von schöner mattblauer Farbe. In der Mitte jeder Wand sind die vier dekora- 
tiven Paneels von Frank Brangwyn, von dem übrigens der ganze Plan der 
Ausstattung herrührt. S0 bilden die l-lguralen Darstellungen keinen durch- 
laufenden Fries, sondern bildartige Unterbrechungen des blauen Bandes 
unter der Decke. Die zwei langen Paneels stellen Ausgrabungen und 
Metallgießerei vor, die schmäleren Schmiede und Töpfer bei der Arbeit. Der 
Farbenplan ist durchwegs derselbe und beruht mit Rücksichtnahme auf die 

	        

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