MAK

Objekt: Monatsschrift für Kunst und Gewerbe II (1887 / 11)

483 
vedere). Vierte umgearbeitete Auflage. (Bearbeitet von Director 
Dr. Albert Ilg und Custos Wendelin Boeheim.) Wien, 1887. 8". 
VI, x39 S. 35 kr. 
Gleich bei seiner ersten Ausgabe im Jahre 187g wurde der obengenannte v-Führeru 
allerseits und besonders in fachwissenschaftlichen Kreisen mit ungetheilter Anerkennung 
begrüßt. Es ist daher nicht nothwendig, über die vierte Auflage des recht hübsch aus- 
gestatteten Buches, das schon seinerzeit als das Muster eines Führers durch eine Kunst- 
sammlung bezeichnet wurde _ ein Satz, der auch heute noch seine volle Geltung 
behält --viele Worte zu machen, aber es obliegt dem Referenten die Pflicht, darauf hin- 
zuweisen. dass die Verfasser ihre seither im Dienste anderer wissenschaftlicher Arbeiten 
neugewonnenen Resultate ltunstgeschichtlicher Forschung bereits in der vorliegenden 
Ausgabe ihres nFührersl auf das Gewissenhafteste verwerthet und denselben durch 
viele Angaben, insbesondere aber durch Beigabe von Marken aus der Waffensammlung 
in dankenswerther Weise bereichert haben. R-r. 
i! 
Prof. Hans Maltarfs Werke in Heliogravure. Verlag von V. Angerer in 
Wien, 1887. Fol. 
Diese mit rühmenswerthem Eifer betriebene Publication ist soeben bei der n. 
Lieferung angelangt und bietet somit in einer Serie von 44 Blättern ein recht anschau- 
liches Bild von der erstaunlichen Erf-indungs- und Gestaltungsltraft sowie von der uner- 
müdlichen Thatigkeit des allzu früh dahingeschiedenen Meisters. Alle Richtungen, nach 
welchen sich seine so eigenartige Begabung äußerte, sind durch wohlgelungene Repro- 
ductionen charakterisirt. Die Porträts, in welchen Makart stets das lndividuelle in das 
Typische umzugestalten wusste, seine farbenprächtigen Bilder aus Aegypten, seine 
mannigfaltigen und stets so reizvollen genreartigen Compositionen werden tuns in einer 
Reihe von Abbildungen vorgeführt. Zu einer interessanten Folge von neun Bildern ist 
bereits die Publication der meist unvollendeten Darstellungen aus dem Nibelungen- 
Cyklus angewachsen. - Zu den weniger bekannten Arbeiten des Meisters dürften unter 
Anderem auch die originell ersonnenen Allegorien der vier Tageszeiten zahlen. Aus der 
Zahl seiner Historienbilder und jener Gemälde, in denen Bacchantinnen und Faune die 
Hauptrolle spielen, liegt uns ebenfalls schon eine Reihe der hervorragendsteu Sshopfungen 
vor. Endlich hat mit dem Ietzt erschienenen Hefte auch die Publication der für das 
kunsthistorische Hofmuseum bestimmten Ltinetten begonnen. F-s. 
Bibliographie des Kunstgewerbes. 
(Vom 15. September bis I5. October 1887.) 
I. Technik u. Allgemeines. Aesthetik. l 
Kunstgewerblicher Unterricht. 
Bestien. Coure de projections et de per- 
spective. 8'. xz p. de texte et 32 plan- 
ches. Mons, Monceaux. fr. 3. 
Bonnassieux, P. Un trousseau sous le 
Directoire. (Bulletin de la societä de 
l'histoire de Paris et de Yile-de-France, 
XIV, z.) 
Buff, A. Das Augsburger Kuristgewerbe 
während der letzten drei Jahrhunderte. 
(Allg. 2:5., Beil. 2.58, 2.59, 270, 271-) 
Du Bois-Reymond, E. Friedrich ll, in 
der bildenden Kunst. Rede zur Feier 
des Jahrestage: Friedrich's lI. in der 
Akademie der Wissenschaften zu Berlin 
am 27. Januar 1887 geh. gr.8'. 56 S. mit 
1 Titelholzschn. Leipzig, Veit dt Camp. 
M. rzo. 
Fachabtheilung, Die, der gewerblichen Fortv 
bildungsschule in München. (Zeitschr. f. 
gew. Untern, ll, 7.) 
Falke, J. v. Der französische Geschmack. 
(Unsere Zeit, 8, 9.) 
Gefahren, Die, für die gedeihliehe Weiter- 
entwicklung unserer gewerblichen Lehr- 
anstalten. (Zeitschr. f. gew. Unterm, ll, 7,) 
Giraud, J. B. L'art industriel en Province. 
(L'art, 560.) 
Goller, A. Ueber ein neuentdeelttes Ge- 
setz der Form-Aesthetik. (Archiv f. kirch- 
liche Kunst, XI, 6.) 
Handwerkerschule (Berlin). 
z. D. Maler-Journal, 39.) 
Jahre, Fünfzig, Kunstgewerbe in England. 
(Bl. für Kunstgevn, XVl, 8.) 
Kägi, G. Bericht über eine Studienreise 
nnch Paris. (Schweiz. GewerbehL, 18.) 
Kunstgewerbe, Tiroler. (D. Handels-Mus, 39.) 
(Correslx- Bl.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.