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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 7 und 8)

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Schloß Frain. Ahnensaal, Stuckschmuck der Fensterleibung 
' Zubauten , Ausgestal- 
tungen. Das Kunstge- 
werbe wird auf neue 
Grundlagen gestellt, die 
kirchliche Tafelmalerei, 
die Profanmalerei, die 
Glasmalerei (auf Schloß 
Teltsch), die Miniatur- 
malerei (im Znaimer 
Stadtkodex und in volks- 
tümlichen Darbietun- 
gen) widerspiegeln die 
Fortbildung alter in 
neuen Geist getauchter 
Formen und Techniken; 
Keramik, Glasmacher- 
kunst, Kunstschlosserei, 
Buchdruck und Leder- 
arbeit schließen sich an. 
Die Olmützer Gold- 
schmiedemeister haben 
einen Martin Baumgart- 
ner und Christian Miller 
in ihrer Mitte, die den 
imjahre 18m leider ein- 
geschmolzenen Sarko- 
phag des heiligen Leo- 
pold (Klosterneuburg) 
hervorbringen, unter 
den Brünner Erzgieß ern 
ragt Thomas Jarosch 
hervor, der Schöpfer des 
„singenden" Brunnens 
im Prager Belvedere. 
Und was ließe sich 
nicht alles von der mäh- 
rischen Kunst des XVII. 
undXVIIIJahrhunderts 
sagen. Sie verläuft nach 
denselben Gesetzen wie im übrigen Österreich. Gegenreformation, tiefgehende 
Umwälzung der Besitzverhältnisse des Adels, kraftvolles Eintreten der Kirche 
in die Kunstbewegung, mächtiges weithinwirkendes Beispiel des Erzhauses, 
Prunkfreudigkeit und Begeisterung für alles Schöne und Wertvolle in der 
Kunst bei allen Reichen und Herrschenden - all diese Voraussetzungen
	        

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