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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 7 und 8)

 
nlawuv benuuh.-. _____ ___. 
schinendrahtgeflecht. Und 
doch ist das, was mit seiner 
Durchsichtigkeit in unse- 
ren Cottageanlagen dem 
Vorübergehenden gezeigt 
wird, sicherlich nichts, wo- 
rauf wir stolz sein können. 
Da verrät die grüne Hecke, 
der hell gestrichene Latten- 
zaun des Vorstadtgartens 
weit mehr Geschmack. 
Tatsächlich ist man 
auch in England, dem 
Vaterlande der modernen 
Eisenindustrie, bald mit 
dieser Anwendung des 
Eisens fertig geworden 
und liebt heute wie früher 
den Eichenzaun und die 
grüne Mauer. 
Die Schmiedekunst hat 
dort nie viel Einfluß er- 
langt, hingegen ist Holz, 
Stein und Mauerwerk mit 
Liebe zur Einfriedung ver- 
wendet worden. Daswald- 
und gaitenreiche Japan hat 
vortreffliche Typen für die Behandlung der Einfriedung aufzuweisen und 
manches englische Beispiel weist auf japanische Einflüsse hin - besonders 
in der Art, wie der vollen niedrigen Bretterwand ein durchbrochener Fries 
aufgesetzt wird und wie aus einer Verschränkung von rechtwinklig zu- 
sammengefügten Stäben ohne Durchkreuzung ein lebendiges, wenn auch 
höchst einfaches Holzgitterwerk entsteht. 
In dem Bestreben, durch verhältnismäßig niedrige Gestalt, wenn auch 
dichte Form der Hecke und des Zauns dem Blick auf den hohen Baum- 
wuchs, der dahinter liegt, keinen zu großen Eintrag zu tun, liegt die Absicht, 
den Einblick nur in nächster Nähe zu wehren, die Schönheit des Verborgenen 
aber erraten zu lassen. Es ist wohl sicher, daß der Busch oder Baum, der 
über eine Parkmauer hängt, weit erfreulicher wirkt als der magere Cottage- 
garten, der durch ein Drahtgitter in Gänze sichtbar wird. Was an Mitteln 
für den Schmuck verwendet wird, soll bei größeren Anlagen lieber dem 
Englisches Parktor in Holzkonstruktion. P. W.
	        

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