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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 7 und 8)

trat die Kunst auch hier in 
den Dienst der Kirche. Mit 
den Klöstern treten Bauhüt- 
ten und Bauschulen in Ver- 
bindung, ihnen schlossen sich 
SteinmetzeundZimmerleute, 
Bildhauer, I-Iolzschnitzer, 
Maler, Goldschmiede,Eisen- 
arbeiter an. Mit fester innerer 
Ordnung verbindet sich früh 
eine Regelung des Kunst- 
betriebes in Technik und 
Formbehandlung. Die I-Iir- 
sauer Schule gewann weit- 
hin Einfluß und Nachfolge, 
auch in Mähren; immer, 
wenn die böhmisch-mähri- 
Schen Fürsten aus politi- 
schen Gründen sich enger 
an Deutschland anschlossen, 
riefen sie auch deutsche 
Mönche und Handwerker ins 
Land. Benediktiner, Prä- 
monstratenser, Zisterzienser 
haben die Führung und 
beherrschen das kirchliche 
und künstlerische Leben, 
Olmütz, St. Maurizkirche, Grabkapelle der Familie Edelmann 1572 vom X  ins  Jahr_ 
 
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hundert werden wie in Böhmen so auch in Mähren die meisten Klöster 
begründet, soTrebitsch, Raigern, Hradisch, Launowitz, Kanitz, Ossegg, Tisch- 
nowitz. Im XIILJahrhundert zählte die Briinner Diözese 1x 3, im XIV.]ahr- 
hundert schon x 54 Pfarreien, von 1131 an hatte Mähren bereits sechs Archi- 
presbyteriate, welche von gleichem Umfange waren wie die alten Gau- 
Verbände von Olmütz, Brünn, Znaim, Lundenburg, Prerau und Troppau, das 
damals und noch länger zu Mähren gehörte. Auch Baumeisternamen treten 
schon im XII. und XIII. Jahrhundert auf: der Prior Mandruwin baut I 18x mit 
einem Eberhard und Richwinan das Kloster Kanitz, der Mönch Friedrich 
(„lapidum magister") das Kloster Saar. 
Auf die frühmittelalterlichen Rundbauten wie in der ehemaligen Blasius- 
kirche in Olmütz, der Rundkapelle in Frain, der Burgkapelle in Znaim, der 
Templerkirche in Rzesnowitz und der Johanniskapelle in Altstadt folgt der 
Langhausbau ein-, zwei- und dreischiffiger Anlagen: Zwittawka, Raigern, 
Trebitsch, Peter und Paul in Brünn, St. Wenzel in Olmütz, Wollein, Bruck 
und Welehrad. Allmählich, in der ersten Hälfte des XIII. Jahrhunderts, dringt
	        

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