MAK

Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 9)

Ferner war W. T. Ri- 
chards, unser wohlbekannter 
Marinemaler, wieder günstig 
vertreten. Sein Ozean schil- 
lert in grün-weißem Gischt, 
die hohen Wellenhäupter der 
Küste zeigend. Doughterly 
wählt sich die tiefblaue Flut 
der hohen See. 
Als größtes Komposi- 
tionsbild iiel Henry Moslers 
„Das Schmieden des Kreu- 
zes" auf, eine Schmiede- 
Werkstatt aus der Zeit der 
Puritaner darstellend. Ein 
Bild voll Leben, in dem die 
kräftigen Schmiedegesellen, 
welche in der Mitte des Bil- 
des das Kreuz zurechthäm- 
mern, mit den friedvollen, 
ruhigen Puritanermägdelein 
in ihrer grauweißen Tracht, 
die neugierig zur Tür herein- 
blicken, kontrastieren. Auch 
seien noch R. Swain Giffords I-Ieide- und Dünenbilder speziell erwähnt. Diese 
sehr fein gestimmten und beobachteten Gemälde werden wir fürderhin ent- 
behren müssen. Die Ausstellung der „Society ofAmerican Artists" schmückten 
auch noch mehrere derselben, aber während sie im Frühling geöffnet war, 
wurde der Maler, der noch im besten Alter stand, plötzlich dahingerafft und 
wir besitzen nun einen weniger, der aus der amerikanischen Natur feine, echt 
empfundene Stimmungen mit kraftvollem Pinsel herauszulösen verstand. 
Die Ausstellung der „Society of American Artists" stand als Ganzes sehr 
hoch. Es ist zu bedauern, daß so viele, wie die Jury sagt, vorzügliche Bilder 
zurückgewiesen werden mußten, denn da schon jetzt diese Ausstellung von 
keiner der früheren Jahresausstellungen übertroffen wurde, so hätte sie uns, 
wenn wirklich Alles hätte gezeigt werden können, was an hervorragenden 
Bildern gesandt wurde, ein Gesamtbild zeitgenössischen amerikanischen 
Kunstschaffens bieten müssen, wie wir es noch nie in unseren Mauern be- 
herbergt haben. 
Unter den ausgestellten Bildern waren Landschaft und Figuren ziemlich 
gleichmäßig vertreten. Vielleicht war sogar diesmal eine Überzahl guter 
iiguralischer Werke gewählt worden. 
Trotzdem also das Figurenbild bedeutsam in den Vordergrund ameri- 
kanischer Kunst gerückt schien, so hat man doch mit der Verleihung des 
 
Fred Dana Marsh, Brückenbau 
s.
	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.