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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 9)

Frank de Haven, Abendstern 
hundert Bilder zu sehen waren und zu der das weitere Publikum eigentlich 
keinen Zutritt hatte, sondern die als „Privatissimum" behandelt wurde, wohl 
im Einklang mit dem exklusiven Charakter des Klubs, in dessen Räumen 
sie abgehalten wurde. Nur wer eingeführt und eingeladen wurde, durfte die 
Ausstellung besichtigen. Sie enthielt natürlich bemerkenswerte Bilder, wie 
zum Beispiel das Bild der Trinitykirche in New -York, umgeben von 
hohen Geschäftsgebäuden, beweist, in welchem C. C. Cooper wieder gezeigt 
hat, daß er für das Charakteristische unserer Hauptstadt ein feines Auge besitzt 
und daß er deren Eigentümlichkeiten, selbst Häßlichkeiten durch einen 
atmosphärischen Schleier sieht, sie in passende Perspektive rückt und solcher 
Art zu interessanten Bildern gestaltet. Auch andere Künstler hatten neue 
Beweise ihrer Kunst in Wasserfarben gesandt, aber doch sah es sich an, 
wenn man die dieswinterliche Miniaturausgabe der Ausstellung unserer 
.,Water Color Society" mit ihren Vorgängerinnen verglich, welche über ein 
halbes Tausend Nummern zählten und in höchst geschmackvoller Anord- 
nung die ganzen Räume des alten Academy-Gebäudes einnahmen, das vor 
wenigen Jahren den günstigen Offerten einer Bank zum Opfer gefallen ist 
und noch nicht ersetzt wurde, als sei unsere Kunst in Wasserfarben furcht-
	        

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