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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 10)

 
Entwurfeshaben 
Penty und Spoo- 
ner durch Kreuz- 
balken abgehol- 
fen, welche dem 
Tische Stabilität 
verleihen. Der 
erwähnte vier- 
eckigeEinschnitt 
ist am oberen 
Ende der Gatter- 
beine beibehal- 
ten. Im Verglei- 
che mit den alten 
Tischen ist es je- 
doch entschieden 
künstlerischer, 
die Tischbeine in 
unverstümmel- 
tern Zustande zu 
sehen. Der mo- 
derne Bücher- 
schrank hatte 
seine eigene Ent- 
wicklung durchzumachen. In der guten alten Zeit war die Bibliothek ein 
abgesonderter und zweckgemäß eingerichteter Raum. Die Einführung der 
modernen Bücher erforderte ein neues Einrichtungsstück, um sie aufzu- 
nehmen. In dem von Arthur]. Penty entworfenen langgestreckten, niedrigen, 
aus Eichenholz gezimmerten Bücherschrank ist den Bedürfnissen des Buch- 
liebhabers volle Rechnung getragen. Die hohen ungeschickten Kombinations- 
Bücherkästen und -Schreibtische der Chippendale- oder Sheraton-Zeit sind 
im Arbeitszimmer des modernen Büchermenschen schlecht am Platz. Sie 
sind ja ganz hübsch als Zierstücke für denjenigen, der mit seinen Büchern 
nicht auf dem intimen Fuß des täglichen Verkehrs steht. Bei Penty und 
Spooners Bücherschrank sind die Fächer in der praktischesten und dem 
Leser am besten zugänglichen Weise angeordnet. Der obere Abschluß ist 
nicht zu hoch und bildet nicht ein Gefäß zum Sammeln des Staubes, sondern 
kann als Fach zum Unterbringen von allerhand Nippesgegenständen ver- 
wendet werden. Das unterste Fach, das besonders bei offenen Stellagen am 
meisten vom Staub leidet, ist hier gerade genügend hoch gesetzt, um das 
Reinigen unter dem Kasten zu ermöglichen und das übermäßige Bücken beim 
Gebrauch des untersten Faches zu vermeiden. 
Man mag aus diesen Stücken ersehen, daß in dem Programm von 
Penty und Spooner für falsches Sheraton und für Adaptierungen von Chip- 
Rückansicht der Kassette von E. Spencer und Montague Fordham
	        

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