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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 11)

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Dänisches Fachwerkhaus {He} singör) 
fordert einen „Schnabelkrug von sechzehn Maassen, einen sauberen Ofen, 
item einen Schnidt-Kachel". Ähnlich oder mit geringen Abweichungen 
lautete die Liste der Meisterstücke auch in den anderen Städten und in den 
Märkten des Landes. 
Die Hafner in Stockerau waren an Wien gewiesen und so mußte ein 
Knecht, der Meister werden wollte, sich beim Handwerk in Wien mit 
Geburtsbrief und Lehrbrief ausweisen. Hierauf begaben sich zwei Meister 
der Wiener Hafnerzeche nach Stockerau und stellten dem Aspiranten seine 
Aufgabe. Die Meisterstücke entsprachen jenen der Wiener Hafnerordnung 
und wurden nach Vollendung von zwei Beschaumeistem aus Wien überprüft. 
Das gewiß umständliche Verfahren kostete dem jungen neuernannten 
Meister die Kleinigkeit von einem Golddukaten an die Wiener Hafnerlade 
und außerdem von I2 Gulden Gold an die beiden Wiener Meister. Und 
ähnlich erging es allen Hafnem, die keinem geschlossenen Handwerk ange- 
hörten, sondern der Innung einer anderen Stadt - wie die Stockerauer 
wegen Konkurrenzneid der Korneuburger der Wiener Innung - unterstellt 
waren. 
Hinsichtlich der Massenfabrikation nimmt vielleicht in Niederösterreich 
Haag die erste Stelle ein. Bereits 1464 von Kaiser Friedrich IV. mit
	        

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