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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 11)

Material ist ein fein- 
geschlemmter, stark 
eisenhaltiger Ton 
vonhellroterFarbe, 
welcher sehr dünn- 
wandig bearbeitet 
und fein profiliert 
werden kann und 
die Nachbildung 
von Metallgefäßen 
gestattet. Er bildet 
für sich daher von 
Anfang an, trotz 
der Abhängigkeit 
von hellenistischer 
Arbeit, eine von 
dem griechischen 
Vasenstileganzver- 
schiedene F ormen- 
welt aus. Die cha- 
rakteristische rote 
Farbe rührt von 
Beimengungenvon 
Eisenoxyd her, der . 
weichschimmernde ' ' ' 
Glanz von alkali- 
schen Glasuren, 
Magnesia,Kaliund i 
Natron. Während  
dieser künstlich 
hergestellt wurde, 
ist das die rote 
Farbe bedingende 
Eisenoxyd von Na- 
tur aus in größeren 
D94 
„SaIzhaus" in Frankfurt am Main (XVII. Jahrhundert) 
oder kleineren Mengen beigegeben, fehlt aber bei den geringeren Sorten 
auch gänzlich. Man unterscheidet danach die echte Sigillata mit tiefrotern, 
glänzendem Firnis und rotem Bruche, dünnwandig, scharf gebrannt und fein 
profiliert; die belgische Ware mit hellrotem, orangegelbem Firnis, blaßrotem 
Bruche, dicker Wandung und wulstigen Profilen; ferner die Pseudosigillata 
des III. und IV. Jahrhunderts n. Chr. aus weißem oder grauem Ton, mit hell- 
rotem Firnis, wobei ersterer dickwandig und grob profiliert, dieser dagegen 
sehr fein geschlemmt und mit seinen scharfen, kantigen Profilen gleichfalls 
zur Nachahmung von getriebenen Metallgefäßen geeignet ist. Die daraus
	        

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