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Volltext: Monatszeitschrift VIII (1905 / Heft 11)

gefäße zusam- 
men gefunden, 
auf welchen die- 
selben Figuren 
vorgekommen 
sein sollen. Sie 
ist ungestempelt 
und von einer 
Form, die sich 
selten in Ton, 
dagegen sehr 
häufig bei Opfer- 
gefäßen aus 
Bronze und mit 
oder ohne Fuß- 
ring, bei deren 
Nachbildungen 
in Glas aus dem 
III. und IV. Jahr- 
hundert vorfin- 
det. Material und 
Dicke lassen ihr 
als allerhöchste 
Altersgrenze das 
II. Jahrhundert 
zumessen, in 
welchem es nach 
landläufiger An- 
sicht nur noch 
Sigillaten von 
äUßBfStBf ROh- Hofanlage in einem Nürnberger Patrizierhause (Holzgalerien) 
heit im Relief- 
schmucke gibt. Hier ist er aber von einem edlen Stile und die Ausführung der 
besten aretinischen Ware ebenbürtig. Visconti war geneigt, sie für älter als 
alle ihmbekannten Mithras-Darstellungen zu haltenund fand in ihnen etwasvon 
„Etruskischer Strenge". Diese Beobachtung ist sehr richtig. Das Altitalische, 
welches seit Trajans Zeit in der Plastik hervortritt, während das Griechische 
zurückgeht, ist auch hier in einer gewissen realistischen Herbe des Typus, der 
Haltung, der Körperformen nicht zu verkennen. Dagegen ist die Komposition 
der Stiertötung, wenn Mithras auch von seitwärts und nicht von rückwärts 
auf den Stier niederkniet, von hellenistischen Vorbildern beeinfiußt, welche 
ihrerseits von der stiertötenden Nike auf der Akropolis ausgehen. Die 
edle Stellung, die Mithras auf diesen Reliefs einnimmt, ist altes Eigentum 
griechischer Plastik von Phidias Tagen her. Wir finden sie schon auf der 
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