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Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 1)

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Toggenburger Häuser, Kappe] 
denn die Gründe dafür seien, daß in letzteren noch immer das abgeleierte 
akademische Rezept die Oberhand behalten könne. Wohl ist in verschie- 
denen deutschen Staaten dekretiert worden, man möge der heimischen, 
zumal der ländlichen Bauweise eingehendere Würdigung zu teil werden 
lassen als bisher. Das wäre ganz schön und gut, wenn gleichzeitig an den 
fachlichen Schulen, statt daß alles beim Alten bleibt, sich die Unterrichts- 
erteilung entsprechend änderte. Da wird der Ton angegeben, nach dem sich 
die künftigen Baumeister richten. Das Studium heimischer Bauweise nimmt 
man meistens nur gelegentlich rnit in Kauf, bei Exkursionen etwa, die min- 
destens ebensosehr dem Vergnügen als der Arbeit dienen. Im übrigen aber 
lernen die Baubeflissenen alles andere eher als das, was ihnen zunächst 
liegen müßte. 
Nicht Abschreiberei des Alten, sondern Zusammenhang damit, das müßte 
zum Prinzip werden. An den meisten Baugewerkschulen (die sächsischen 
ausgenommen), wo für Kenntnisnahme heimischer Bauweise eine ganze 
Stunde pro Woche bestimmt ist, wird dem jungen Manne tagtäglich alles 
eingepaukt, was jemals an ägyptischen, griechischen oder römischen Tempeln 
gemessen worden ist. Man führt ihn aber nicht hin vor die Bauten der 
eigenen Scholle, man lehrt ihn nicht gerade diese verstehen, obschon es 
wirklich wichtiger wäre als die Kenntnis des anderen. Mag eingewendet 
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