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Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 1)

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Toggenburger Häuser, Wildhau s 
Fenster ermöglichen gerade zu dieser Zeit die volle Wirkung des flach 
einfallenden natürlichen Lichtes. Dunkle Winkel und Ecken, wie sie in 
den Wohngelassen der Stadtwohnungen durch ungeschickte, der Außen- 
seite, nicht der Wirkung nach innen angepaßten Fensterstellungen ver- 
ursacht werden, kommen in den Stuben dieser Bauernhäuser nicht vor. Sie 
sind förmlich durchflutet von Licht. In Zimmern zu wohnen, die, wie es 
bei langen Häuserreihen städtischer Ostweststraßen der Fall ist, nie von 
einem Sonnenstrahl getroffen werden, iiele ja selbst dem dümmsten Bauern 
nicht ein. Einer Sicherungsmaßregel gegen Wetterwirkung ist noch Er- 
wähnung zu tun, die sich häulig findet: An der Südwestseite des Hauses, 
also gegen die Wetterseite hin, ist die Hauswand bis zur Ausladungslinie 
des Daches, ja in den unteren Partien häufig noch weiter, verlängert. Da- 
durch wird beinahe die ganze Südseite bei Schneestürmen von Verwehung 
freigehalten. 
Und nun ein Wort über die innere Behandlung. Meist enthält das 
Haus, ist es für eine Familie gebaut, nur eine Feuerungsanlage, einen 
Kamin, so daß die Ofenwand des Wohnzimmers und die Herdwand der 
Küche eins sind, ein Überbleibsel der Zeit, da Wohn- und Kochraum ver- 
einigt waren. Letzteres dürfte im Bergvorlande der Schweiz bei größeren 
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