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Full text: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 2)

gezogenen, reihenweise 
daherschreitenden Ge- 
stalten zeigen gewisse 
Verwandtschaft mit der 
Figurenbehandlung auf 
demberühmtengoldenen 
Altarantependium, das 
Kaiser Heinrich II. 
(1002-24) dem Baseler 
Münster schenkte; zieht 
man weiter die Art der 
Architekturdarstellung, 
besonders der auf zwei 
Rundbogen ruhenden, 
sattelbedachten Halle, 
unter der Jairi Töchter- 
lein liegt, in Betracht, 
so muß man zu der 
Auffassung gelangen, 
daß die Elfenbeintafel in 
dieTagedesI-Iöhepunkts 
byzantinischer Ein- 
wirkungenaufdieabend- 
ländische Kunst, also in 
die spätottonische Zeit, 
das ist um dasjahr 1000 
zu setzen ist;"' als Ver- 
fertigungsort darf man 
- wie bei den Emails - 
das Maastal ansehen. 
Schon oben haben wir 
beobachtet, welche 
große Bedeutung für die 
Stilverbreitung die 
Elfenbeine in der mittel- 
alterlichen Kunst- 
geschichte einnehmen. 
In diese Rolle der inter- 
nationalen künstlerischen 
Aus den Villacher Fachkursen 1905. Entwurf zu einem Kamin aus 
Eisenblech von E. Holzinger (Kurs Professor Hammel) 
Verbindung teilen sie sich mit den Miniaturen, deren Besprechung aber in 
einen Aufsatz über die Geschichte der Malerei, nicht die des Kunsthandwerks 
auf der Lütticher Altkunstausstellung gehört. 
' Xm Jahre 97x reichte die Nichte des oatrömischen Kaisers Romanos des jilngern bekanntlich dem 
deutschen Könige Otto II. die Hand. 
16'
	        

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