MAK

Objekt: Monatszeitschrift V (1902 / Heft 3)

 
Ausstellung in Butlalo. Tischchen von Kilian Broxhers 
B: Somrna, New-York 
In seinen Musestunden fing er an, für 
den eigenen Hausgebrauch Stühle zu 
verfertigen - und an diese schlossen 
sich andere Gegenstände, wie der 
Bedarf sie benöthigte, an. Durch diese 
Entstehung hat sich auch das Nütz- 
lichkeitsprincip so sehr dominirend 
darin durchgearbeitet, und anderseits 
durch seine künstlerische Begabung 
wird das Gefühl für richtige und schöne 
Formenhineingetragen.Rohlfserklärte 
mir, dass er sich heutigen Tages in die 
Verfertigung eines Stuhles versenke, 
wie einst in eine Shakespearesche 
Rolle - er pflegte noch mit Booth 
aufzutreten. - „Wenn ich einen Stuhl 
anfertige, bin ich ein Stuhl", waren 
seine Worte. Die Ornamentirung ist 
stets einfach gehalten und an den 
Zweck des Gegenstandes streng sich 
anlehnend. 
Die Maserung des Holzes, beson- 
ders der Eiche und Esche, haben ihm sehr viele Motive gegeben für höchst 
eigenthümliche leicht erhabene Decorationen, besonders für seine „W0od- 
panels" (getäfelte Einlagen). Den 
natürlichen Linien des Holzes 
verdanke er die glücklichsten 
Inspirationen für seine Zeichnun- 
gen, sagt Rohlfs und in einem 
kleinen Aufsatz, der in einer 
Chicagoer Zeitschrift „The house 
beautiful" erschien, macht er auf 
die Poesie aufmerksam, die in den 
Eindrücken der Natur des 
Sturmes, der leichten Brise, der 
Schneewehen u. s. w. - aufjede 
Holzfaser verborgen liegt. In 
dieser fast nervös gesteigerten 
Beobachtungsgabe, gepaart mit 
Künstlerphantasie,liegt der intime 
Reiz RohlFscher Arbeiten. Noch 
mehr als in der Ausstellung, auch 
in der Werkstatt, wo der 
Mann mit dem ausdrucksvollen 
 
Ausstellung in Buffalo, Theetisch, zugeklappt, 
von Kilian Brothers ä Summa, New-York
	        

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