MAK

Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 3)

zahlreiche kauften; „Como" 1828 (560 K), „Blick von Aigen" 1829 (240 K), „Stadt Steyr" 
1829 (400 K), „Klamm bei Gastein" 1830 (480 K), „Alserv0rstadt" 1831 (1000 K), „Mödling" 
1834 (600 K). Ein „Salzburg vorn Schloßberg aus", 1829, erreichte 1760K (Dr. Eisler), ein 
„Corno", 1828, ging für 700 K an Herrn Häuflein, ein „Salzburg vom Mönchsberg aus", 
1831, für 1160 K an Herrn K. Neiber, „Wirbel an der Donau", 1843, für 1000 K an Herz 
von Herrnried. Die schönen großen Gasteiner Aquarelle aus den Achtziger- und Neunziger- 
jahren blieben verhältnismäßig niedrig. „Gasteiner Tal", 1893, brachte 1100 K  Heim); 
„Partie aus Gastein", 1897, 1660 K (Artaria); „Aus Gastein", 1892, 880 K (Lindheim); 
„Gasteiner Schule", 1894, 610 K (F. Stern); „Gasteiner Kaiserpromenade", 1889, 580 K 
(Artaria); „Alter Friedhof in Gastein", 1889, 1060 K (Stribersky); „Gastein, alte Nikolaus- 
kirche", 1891, 660 K (Dr. H. Reich); „Gasteiner Fichte", 1899, 920 K (Müllner); „Platz in 
Gastein", 1891, 2500 K (Direktor Zuckerkandl). Von den großen Goiserer Aquarellen der 
letzten Jahre sind zu nennen: „Blick auf das Ramsauergehirge", 1902, 1780 K (Toscano 
del Banner); „Goiserrw, 1901, 1650 K (Wachtel). „Gebirge bei Admon ", 1897, ging auf 
1290 K  Miller zu Aichholz); „Vierwaldstätter See", 1868, auf 1000 K (O. Bondy); 
„Luzern", 1868, auf 840 K (Beer); „Aussicht von Melk auf die Donau" 900K (L. Wittgen- 
stein); ein „Kamelienstock" brachte 2200 K (C. Roth); ein „BlumenstüclW 740 K (A. 
Bruckner); ein anderes, mit Figur, 560 K (Artaria). Im allgemeinen schätzte das kaufende 
Publikum den Meister als Architekturmaler höher ein; gewiß ein Symptom für das Bild, 
das sich die öffentliche Meinung von der Bedeutung Alts gemacht hatte. Er lebte im 
Bewußtsein der Zeitgenossen vor allem doch als Vedutist erster Klasse. Da linden wir 
denn folgende Ergebnisse: „Katholisches Kasino in Innsbruck", 1896, 5o0oK (L. Wittgen- 
stein); „Stefanskirche", 1898, 4000 K (Direktor Zuckerkandl); „Brüsseler Rathaus", 1880, 
4000 K (Dr. Anton Loew); „Haus in Luzern", 1868, 1360 K (Stefan von Auspitz); „Markus- 
kirche", 1882, 1220 K (Wollheim); „Hofgasse in Innsbruck", 1888, 1060 K (Kary); 
„Pantheon", 1873, 1160 K (Bondy); „Regensburg", 1868, 1420 K (v. Auspitz); „Inneres 
der alten Nikolauskirche in Gastein" 1200 K (G. Seibel); „Vorhalle der Markuskirche", 
1896, 1060K (Zifferer); „Seitenaltar der Stephanskirche", 1895, 700 K (A. Reich); „Jakobs- 
kirche zu Brünn", 700 K (Baron Waldberg)! „Venedig" 520 K (Graf Hompesch). Auch die 
interessanten vormärzlich-nachmärzlichen Aquarellporträte fanden warme Nachfrage. An 
Herrn Eisler gingen das Bild der „ersten Frau Alts" für 1140 K, das oft reproduzierte 
Porträt der „Frau Pausinger" für 1660 K und der „Lähdpi-ETTCY" für 640 K; ein Frauen- 
porträt von 1841 an L. von Landauer (420 K); eine „Ragusanerin" holte Herr Eisler 
(430 K), einen „Fiaker" Herr V. v. Miller-Aichholz (140 K). Sehr stark begehrt waren 
die vielen kleinen Handzeichnungen, wo der berühmte Bleistift Alts in seiner federdünnen, 
aber kräftig pointierten Weise die Kleinkünste der Gelegenheit trieb. Viele gingen in den 
Besitz der Stadt Wien, der Herren Eisler, Dr. Heymann, Graf Lanckoronski, Dr. Hellmann, 
Wittgenstein und anderer über. Die „I-Ierzogenburg" zu Bruck an der Mur, 1880 (Eisler), 
erzielte 650 K, die „Stephanskirche mit dem Lazansky-Haus (Biro) 1040 K, „Aus Krakau" 
(Wittgenstein) 500 K, „Altes Hotel in Budapest" (Eisler) 400 K, „Crraben", 1848 (Eisler), 
410 K, „Casa Piccola" (Eisler) 710 K, „Hof des Neugebauerschen Geburtshauses" (Eisler) 
810 K, „Altes Burgtor mit Burgtheater" (Dr. Hellmann) 760 K, „Alter Frachtwagen" 
(Eisler) 520 K. 
ERESA FEQDQROVVNA RIES. Eine Zehnjahrausstellung ihrer Arbeiten 
hat T. F. Ries im März zu wohltätigem Zweck veranstaltet. Zugleich war es die 
Einweihung ihres neuen Ateliers, das sie der unversieglichen Munifizenz des regierenden 
Fürsten johann von und zu Liechtenstein verdankt. Es befindet sich in seinem herrlichen 
Park, mit eigenem Eingang von der Liechtensteinstraße aus (Nr. 48), und enthält einen 
großen und zwei kleine Arbeitsräume mit Oberlicht, zwei Salons und noch andere Räum- 
lichkeiten. Die treffliche Künstlerin hat ihre Schätze mit vielem Geschmack angeordnet 
und ihnen so günstige Umstände geschaffen, daB sie unvergleichlich besser wirken als in
	        

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