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Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 6 und 7)

Spilzen- und Porträtaussxellung in Wien. Kragen, Näharbeit, XVII. bis XVIII. jahrhundert. Gegen l 4 d. n. Gr. 
Arbeit stammt; selbst wenn uns zum Beispiele Giacomo Francos „Nova 
Invenüone" (x 596) „einen Ga'e'taner Stich, seit neuer Zeit im Brauch" (Ponto 
Gaetano novelamente vsato) oder „Reticella"-Spitzen in spanischer Art" 
(Merli a redicello alla Spagnola) oder „Armkrausen aus Hämischer Spitze" 
(Manegetti di ponto Fiamengo) vorführt, so können wir nach diesen verein- 
zelten Beispielen uns kein Bild etwa vorhandener Eigentümlichkeiten und Ab- 
weichungen in einzelnen Ländern machen; im Gegenteile ist der abgebildete 
(anscheinend genähte) „ponto Fiamengo" eigentlich etwas ganz anderes als 
wir erwarten sollten, da wir immer die Vorstellung haben, daß in den Nieder- 
landen seit alters die Klöppelarbeit überwog und sich dort auf den, allerdings 
meist späteren Bildern gewöhnlich weit dünner gearbeitete „reticellaäartige 
Spitzen vorfinden. 
Auf jeden Fall sind die erläuterten Renaissancetypen bis weit in das 
XVII. jahrhundert hinein sowohl in Italien als im Norden üblich und werden 
noch gebraucht, als sich unter dem Einfiusse der beginnenden Barockkunst 
von Italien aus schon neue Formen zu melden beginnen.
	        

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