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Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 6 und 7)

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formen und die Stege selbst zu weitläufigen, aber 
meist noch unregelmäßigen Netzen aus und leiten 
damit zu den sogenannten Rosalinspitzen „points 
de rose" über (vergleiche die Abbildung auf 
Seite 388). Doch finden wir schon früher - beson- 
ders auf niederländischen und französischen Bildern 
- einen anderen dichten Typus, offenbar geklöppel- 
ter Spitzen sehr häufig vertreten, bei denen die 
Musterungen trotz ihrer großen Zeichnung im Grunde 
fast zu verschwinden scheinen; ich verweise auf ein 
bemerkenswertes Familienbildnis aus der Schule 
Terburgs in der Liechtenstein-Galerie zu Wien und 
ein Bildnis der Clara Sabina Dönnin (geb. I6 36, 
gest. 1665), von Phil. Kilian gestochen, weil es uns 
die Datierung gestattet. Manche dieser dichtge- 
musterten Spitzen sehen noch später mehr wie eine 
Fortsetzung der Spätrenaissance- denn wie Barock- 
spitzen aus. Man darf dabei nicht vergessen, daß die 
Barockkunst nicht in allen Kulturländern gesiegt hat; 
in England, zum Teile in Frankreich undDeutschland, 
aber besonders in Holland wird die Spätrenaissance 
durch das ganze XVII. Jahrhundert fortgeführt und 
leitet dann direkt in das Rokoko oder eigentlich schon 
in den Klassizismus und Naturalismus über und wirkt 
dann auch wieder auf die anderen Länder. In der 
Spitze können wir die sogenannten Potjes-Kanten 
(Töpfchen-, Vasenspitzen), über die weiterhin noch 
gesprochen werden soll, als späte klassizistische 
Fortsetzung der Renaissancetypen erkennenfk 
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Im dritten Viertel des XVII. jahrhundertes, da 
die Barockspitze sich bereits dem Gipfelpunkte ihrer 
' Sehr bezeichnend für die „kunstgeschichtlichw Auffassung zahlrei- 
cher Bücher über die Spitze ist eine Bemerkung, die durch eine Reihe der ge- 
nannten englischen Werke hindurchgeht und hier nach dem jüngsten Werke 
(Hudson Moore a. a. O. S. rro) angeführt sei: „Pottenkant . . . . This was 
essentially a Durch lace, and, while in the several centuries of its manu- 
facture it has undergone modifications, it still bears some of the symbols it 
originally liad. This pot lace was an elaborate design figuring the Annuncia- 
tion, with tigures and flowers. Late in the seventeenth century the figures 
wer: omined, and to day all that remains is the two-handled iiower-pot with 
tioral devices straying over from each side." Diese Spitze war also zuerst 
eine vollständige Darstellung von MariäVerkilndigung, wofür Beispiele aller- 
dings nicht angeführt werden und kaum angeführtwerden könnten, Maria und 
der Engel (wie andere genauer ausführen, auch die Lilien) sind verschwun- 
den, nur der Blumentopf (der irgendwo auf einem Bilde der Verkündigung 
sich finden konnte. aber gar nicht zur Sache gehörte) ist geblieben. ,.Owing 
to the symbolisrn, this lace was at one time in great demand in Spain."
	        

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