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Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 6 und 7)

 
wurden natürlich, besonders 
in Paris und Brüssel, noch die 
alten Ausläufer der Rokoko- 
richtung und des Naturalis- 
mus fortgeführt." 
Die neueste Richtung der 
Kunst, die in den Neunziger- 
jahren, des nun abgeschlossen 
hinter uns liegenden Jahr- 
hundertes zum Durchbruche 
gelangte, hat vielfach neu be- 
lebend gewirkt und gerade 
Wien darf für sich den Ruhm 
in Anspruch nehmen, auf dem Gebiete der Spitze bahnbrechend voran- 
gegangen zu sein. Die Ausstellung selbst bot auch hiefür einige Beispiele; 
bei diesem geschichtlichen Rückblicke mußte man sich aber aus verschiede- 
nen Gründen auf die älteren Arbeiten beschränken. Jedenfalls war, wie man 
sieht, der Reichtum auf diesem Gebiete in der Ausstellung ein großer und 
die Möglichkeit geboten, fast alle Haupttypen in ausgezeichneten Beispielen 
zu betrachten und so auch den neueren Arbeiten gegenüber einen gefestigten 
und gerade der Vielseitigkeit des Gebotenen wegen vorurteilsfreien Standpunkt 
zu gewinnen. 
Porzellanausstellung in Troppau. Schwenkschale, bunt bemalt, 
Capo di Monte, zirka 1755 (Kam-Nr. 33g) 
DIE AUSSTELLUNG VON EUROPAISCHEM 
PORZELLAN IM KAISER FRANZ JOSEPH - 
MUSEUM ZU TROPPAU 50' VON EDMUND 
WILHELM BRAUN -TROPPAU 50- 
EINER Ausstellung von Altwiener Porzellan ließ 
das TroppauerMuseum im heurigenjahre eine sol- 
che voneuropäischem Porzellan des XVIII. undbe- 
ginnenden XIX. Jahrhunderts folgen. Den Grund- 
stock derselben bildete die von dem Mitglied 
des Kuratoriums, Fabrikanten Emil Grauer in 
Troppau, angekaufte Porzellansammlung des 
Geheimen I-Iofrats E. Kaulla in Stuttgart, die, in 
erster Linie reich an Ludwigsburger Porzellanen, 
auch aus den übrigen Manufakturen bemerkens- 
werte Stücke enthält. Hiezu kam noch einiges 
aus Troppauer Privatbesitz. was Herr Grauer schon früher an wertvollen 
Porzellanen besaß, ferner die Sammlung Dr. Alexander Hirsch, dann aus 
"' In Irland, wo seit der großen Hungersnot der Vierzigerjahre des XIX. jahrhundertes besonders viel 
geklöppelx wurde, schloß man sich besonders an die „Rosalinspilzenß die aber vielfach naturalistischer aus- 
gestattet wurden, als Vorbild an. 

	        

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