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Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 12)

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könnte man nochmanches erwähnen - wenn nicht 
noch so vielerlei andere Darbietungen im Rahmen 
dieses Aufsatzes besprochen werden müßten. 
Außerhalb der großen Ausstellungen gab es 
natürlich auch noch eine Menge „Kunst" zu sehen 
ß in den verschiedenen Klubausstellungen und in den 
Einzelausstellungen der Privatgalerien. Besonders 
verdient die Ausstellung hervorgehoben zu werden, 
die Henry W. Ranger in den „Coltier"- Galerien 
veranstaltete und welche die Hauptwerke dieses 
Führers unter unseren Landschaftsmalern aus 
den letzten fünf Jahren vereinigte. Ranger per- 
horresziert die Ausstellungen der verschiedenen 
Vereinigungen. Außerhalb seines Ateliers sind 
Tißany, G,ün.-1-öp;e,wa„ seine Arbeiten daher nur im Lotosklub und in 
Spezialausstellungen zu sehen; die in diesem 
Winter veranstaltete war die umfangreichste, die er je veranstaltet hat. Seine 
bedeutendsten, im Privatbesitz befindlichen Werke waren vereinigt worden. 
Man hatte Gelegenheit, die kräftige Malweise Rangers, seine herrlichen 
Herbstwälder in tiefsattem Rot und Goldbraun, die Sundlandschaften von 
feiner atmosphärischer Wirkung zu sehen und gelangte wieder zu dem 
Schluß, daß Ranger zwar den Einfluß der alten holländischen Landschafter 
sowie der Maler von Barbizon nicht verleugnet, daß er sich aber aus echt 
persönlicher Auffassung einen eigenen Stil geschaffen hat, wie er der 
amerikanischen Natur entspricht. Seine Arbeiten 
sind originell, was leider nicht von denen seiner 
Nachfolger ohne Ausnahmen zu behaupten ist. 
Neues boten die Ausstellungen der Brüder Leon 
und Theodore Scott Dabo. Beide leben in Newyork 
und arbeiten mit derselben Meisterschaft und in 
derselben Richtung. Diese Richtung war es aber, 
die ihnen bisher die Türen aller Ausstellungen 
verschloß, bis sie sich plötzlich den ruhmvollen 
Künstlern weit öffneten. 
Den Anlaß hiezu gab die Anerkennung 
durch den französischen Maler Aman Jean, den 
die Arbeiten der beiden Dabo so interessierten, 
daß er den jüngeren, Theodore, veranlaßte, mit 
ihm nach Paris zu gehen. Der „National Arts- 
Club" veranstaltete daraufhin eine Ausstellung 
ihrer Arbeiten und später wurde die neue „Modern 
Gallery" mit ihnen eröffnet. Die Bilder der beiden 
Dabo besitzen eine merkwürdige Ähnlichkeit, . . 
was sich wohl daraus erklärt, daß die Brüder Tißany, Grüne Töpferware 
 

	        

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