MAK

Volltext: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 12)

703 
künstlerischen Mög- 
lichkeiten, welche die 
reizvollen Seeprodukte 
seiner Heimat boten. 
Allerdings werden sie 
jetzt mit Zuhilfenahme 
von Muscheln ausNor- 
wegen, Frankreich, 
den italienischen Küs- 
ten und sogar von sol- 
chen aus Afrika er- 
zeugt. Brighams 
Freunde bringen sie 
ihm von ihren Reisen 
mit. Die Muscheln 
werden mittels 
Zements zusammen- 
gehalten, da das Blei 
sich hier nicht bewährt. 
Für ganz glatte Flächen 
verwendet Brigham 
 
auch hle und da buntes Teller, Lenuxporzellan, entworfen von Alben L. Southwick 
Glas, aber meistens 
genügen gespaltene Muscheln seinen Zwecken. Die besten künstlerischen 
Resultate werden erzielt, wenn Brigham Entwürfe wählt, die sich dem 
feuchten Element anpassen, dem er sein Material entnimmt, und zwar ergeben 
sich dann aus den Linien der Algen etc. gewöhnlich dekorative Bilder, 
welche zugleich den Einfluß von „Art Nouveau" erkennen lassen. Wenn 
Brigham andere Motive, wie zum Beispiel Früchte oder Blumen, wählt, ent- 
stehen meist recht barocke Gebilde. Die Kunstfertigkeit ist aber vielleicht 
hier noch mehr zu bewundern. An Kunstwert stehen sie allerdings den See- 
gebilden mit ihren Schlangenlinien weit nach. 
Ebenfalls nur in den Ausstellungen der 
Powell-Galerien waren die „Brower Potte- 
ries" aus Westhampton auf Long Island 
ausgestellt. Auch hier scheint der Einfluß 
der See nicht zu fehlen, denn muschelartige 
Formen und Farben mit ihren opalisierenden 
und irisierenden Wirkungen wiegen vor. 
Dies wird teils durch eine spezielle Art der 
Feuerung und Farbenapplikation erreicht, 
teils durch ein eigentümliches Verfahren, 
mittels dessen zwischen die verschiedenen 
Topfaus den TiHany-Töpfereien Glasuren Goldblätter gefügt werden. Ganz 

	        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.