MAK

Full text: Monatszeitschrift IX (1906 / Heft 12)

haben das amerikanische Por- 
zellan plötzlich in den Vorder- 
grund gestellt, während dasselbe 
bisher zu künstlerischen Zwecken 
noch höchst wenig Verwendung 
fand. Sie erreicht durchBeisetzung 
von Metallmischungen in die 
Glasur ganz reizende Farben- 
nuancen. Mrs. Alsop-Robineau 
produziert nur künstlerische Ein- 
zelstücke und diese sind daher 
selten und kostspielig. Deshalb 
werden ihre Waren leider nicht 
so rasch allgemein bekannt, als 
sie es verdienen. 
In der Tiffany-Ausstellung 
fallen unter anderem auch die 
Wellerschen Vasen auf, unter 
welchen die dunkelblauen sogenannten Sicardo-Waren mit ihrer metallisch 
schimmernden Oberfläche außerordentlich gut wirken. Schon längst war 
Zanesville in Ohio ein Zentrum für Töpferarbeiten, doch erst die Weller- 
schen Arbeiten, die auch in Zanesville erzeugt werden, haben die dortigen 
Waren zu Kunstprodukten gemacht. 
Noch eine große Ausstellung habe ich zu erwähnen, die in diesem 
Frühjahr in „Madison Square garden" stattfand; ich kann mich aber aufs 
kürzeste fassen, denn sie hat trotz ihrer enormen Ausdehnung verschwindend 
wenig Erwähnenswertes gebracht. 
Es war die „Advertissement 
Show". Da bekanntlich an Pla- 
katen und gut illustrierten An- 
noncen hier sehr Gutes geleistet 
wird, hatte man von dieser Aus- 
stellung künstlerische Darbietungen 
erwartet. Aber sie enthielt fast nur 
die gröbsten Reklamebilder und Re- 
klamemechanismen. Auf künstle- 
rische Höhe erhoben sich einzig die 
Arbeiten von Henry Hintermeister, 
einem Künstler, der der Schweiz 
entstammt und auch in München 
studiert hat, der aber schon seit 
x5 jahren in Newyork weilt. Er 
stellt sein Können und seine reiche _ , . 
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j. H. Hintermeister, Annonce 

	        
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