MAK

Full text: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 1)

hunderts. Geschmackvolle und tech- 
nisch vortreffliche Intarsien nach 
verschiedenen Vorbildern lieferte 
Franz Makowec. 
Die ewig mustergültigen beque- 
men englischen Sitzmöbel des 
späten XVIII. Jahrhunderts kopiert 
Karl Ostatek sehr geschickt. 
Auch die guten geschmiedeten 
Schlosserarbeiten von Emil Kurczak 
sind meist nach alten englischen 
Vorbildern gearbeitet. 
Die Gablonzer Fachschule ist 
ihrer bisherigen Richtung treu ge- 
blieben, ihre getriebenen Kupfer- 
arbeiten, teilweise mit farbigen 
Glassteineinlagen, stehen auf der 
alten Höhe. 
Von den kleineren Bronze- 
figuren sind wohl die Tiere am 
 
Vorratschrank, um 1500, die Türen beider 
Gelasse mit Luftlöchem 
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Dreibeiniger Küchenstuhl, die SitzHäche im Kerbschnitt 
ausgeführt. XVLjal-irhunden 
besten, der Adler und die Gemsen nach 
Franz Leiter, ausgeführt von Michael 
Six. Ein Schnitter a la Meunier in Kom- 
bination mit einem Tintenfaß ist kein 
glücklicher Gedanke. Es gibt Analoges, 
allerlei Figurales in Kombination mit dem 
Tintenbehälter, auch mit Uhren, auch 
in der Keramik, was ebensowenig be- 
geistert. 
Goldschmiedearbeiten und Schmuck 
lassen wieder historische Tendenzen er- 
kennen. Für das Tafelsilber greift man zu 
dem englischen und Altwiener Silber 
zurück, so Klinkosch, Bannert und 
Pollak. Beim Schmuck fällt das vortreff- 
liche Diamantenkollier von I-Iügler auf, 
ein Entwurf des Juweliers selbst, gewiß 
anerkennens- und begrüßenswert. Auch 
eine Agraffe mit modern stilisiertem 
Blütenzweige in Brillanten ist gut ge- 
zeichnet. 
Die Korbflechterei hat sich mit ihren 
Nachahmungen und Paraphrasen der 
 
	        
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