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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 4)

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ist eine der einschneidensten unter den Fragen, die mit der Lösung des 
Wohnproblems zusammenhängen. Hat der Schiffsbau unter der Verwendung 
neuer Hilfsmittel, die man früher nicht kannte, eine gründliche Wandlung 
durchgemacht, warum sollte Ähnliches nicht auch in der Nutzbaukunst sich 
vollziehen können? Gerade darin zeigt sich, daß unsere Zeit trotz aller Er- 
rungenschaften der Technik, des eigenen Ausdrucks in mancher Hinsicht 
noch entbehrt. Die Stilfrage tritt noch immer allzusehr in den Vordergrund. 
Das hängt mit dem zum Teil noch völlig irrationell betriebenen Studien- 
gang der Schulen, die das Bauen, nicht aber das Motivsammeln und -ver- 
werten lehren sollen. 
Die Einzeler- 
scheinungen der Ar- 
beiterhäuser von 
Bournville zu be- 
sprechen, ist über- 
flüssig. Sie sind zur 
Genüge aus den 
Abb. 6, 7, I0, I4 
und 16 ersichtlich. 
Auffallend im all- 
gemeinen, am ein- 
zelnen Hause wie 
im Gesamtbild ist 
lung der Dachsil- 
houetten, zu deren 
Wirkung natürlich 
die meist sehr kräf- 
tig ausgebildeten 
Kamine wesentlich 
 
Deutsches Ben aus Eichenholz, XVJahrhundei-t, nach Bajot beitragerL Das  
ten ungezählte kon- 
tinentale Architekten auch allmählich einsehen und schätzen lernen. Was 
bei der Ausbildung von breiten Giebeln, die zwei aneinander stoßenden 
Häusern angehören, dem Architekten in England erleichtemd zur Seite steht, 
ist die im englischen Baugesetz wesentlich anders als bei vielen kontinentalen 
Bestimmungen lautende Vorschrift über Brandmauern. Sie brauchen weder 
über Dach emporzugehen, noch durch irgend welche Betonung innerhalb der 
Giebelfläche hervorzutreten, wie dies zum Beispiel in Deutschland Vorschrift 
ist. Überhaupt greift in England das Gesetz nicht so sehr ins Gebiet der 
künstlerischen Möglichkeiten wie in anderen Ländern, wo jeder Gesetzgeber 
am grünen Tisch sich auch als oberste Instanz auf dem Felde der Formenwelt 
betrachtet wissen will. - Vorzüglich ist durchweg das Verhältnis zwischen 
vorspringenden, lichtfangenden und schattenwerfenden Partien einerseits und 
die große Abwechs- .
	        

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