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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 5)

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dem Schwert aus, während die gesenkte Linke die Scheide des Schwertes 
umfaßt. Der energievolle Kopf ist nach links gewendet und der Blick nach 
abwärts gerichtet. Die Figur rnißt 6'], Kopflängen und zeigt kräftig ent- 
wickelte Muskulatur, deren Modellierung nicht nur volles anatomisches 
Verständnis, sondern auch intime Naturbeobachtung bekundet. 
Wie naturwahr erscheint doch die Bewegung des Rumpfes; der durch 
die Erhebung des rechten Armes eingezogene Leib mit dem gehobenen 
Brustkorb ist, wie alle Teile des Körpers, fein empfunden und mit scharfem 
Blicke dem Modell abgelauscht. Die Figur ist im Charakter der Freiplastik 
durchgeführt und bietet von allen Seiten lebendige, gut beobachtete Ansichten 
dar. Sie bekundet sowohl in der Auffassung als auch in der Durchführung 
den Geist der deutschen Frührenaissance und der Formensprache unseres 
Peter Vischer. Das Beiwerk, der Sockel der Figur sowie das Schwert und 
die Scheide, enthalten noch die Formen der gotischen Tradition. Die Plinthe 
des in die Breite gezogenen achteckigen Sockels ist von einem mit einem 
Granatapfelmuster geschmückten Teppich belegt, der sich den Formen des 
Sockels genau anschmiegt und dessen Franzen seitlich herabhängen. Diesem 
Motiv begegnen wir schon an einigen Entwürfen von Gilg Sesselschreiber 
für das erwähnte Innsbrucker Grabmal, doch ist da der Teppich malerisch 
überhängend angeordnet, während an den ausgeführten großen Bronze- 
standbildern, insbesondere an der dem Maler Christoph Amberger zuge- 
schriebenen Statue König Chlodwigs, der Teppich ebenso streng wie am
	        

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