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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 6 und 7)

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der sich beson- 
ders durch Anfer- 
tigung von Aqua- 
rellentwürfen im 
Empirestil für die 
Dekoration der 
Porzellane her- 
vortat, ein neues 
Reglement ausge- 
arbeitet, das der 
Kaiser 1804 bestä- 
tigte. Es wurde 
ferner beschlos- 
sen, drei Werk- 
fiihrer aus der kö- 
niglichen Fabrik 
in Berlin nach Suppenrerrine, um 1770 (Aus dem Werke über die kaiserliche Porzellanmanufaktur 
in St. Petersburg) 
 
Petersburg zu be- 
rufen. Einer derselben, namens Seifert, erbaute drei Brennöfen nach neuestem 
System, wodurch der Fortgang der Arbeiten in außerordentlicher Weise ge- 
fördert wurde. Guriew, der zu dieser Zeit trotz aller sonstigen Schwankungen 
in der Besetzung der wichtigsten Posten ununterbrochen die künstlerische 
Leitung der Fabrik in Händen hatte, verstand es, geeignete Talente heran- 
zuziehen, deren Einiluß sich bald in erfreulicher Weise geltend machte. So 
berief er den Privatdozenten an der Kunstakademie Stephan Pimenow, der zu 
den besten russischen Bildhauern dieser Periode zählte, und ließ aus Paris 
den Maler Adams kommen. Als dieser 
den Erwartungen nicht vollkommen ent- 
sprach, bewarb er sich unter Zusicherung 
hoher Gagen um weitere Kräfte und 
erreichte es, daß r8x5 der Porzellan- 
erzeuger Peter Karl Landelle, der Dre- 
her Ferdinand Davignon, derDekorateur 
Denis j. Moreau, der auch Soldaten-, 
Landschafts- und Genremaler war, und 
Schwabach, genannt Fontaines, nach 
Petersburg kamen. 
Die Farben wurden noch immer, 
wenigstens zum Teil, aus dem Ausland 
bezogen, und zwar aus Berlin und Paris. 
Charakteristisch für die Porzellane 
aus der letzten Zeit der Regierung 
Alexanders I. ist das Auftreten krie- 
 
Teller, nach x8a4 (Aus dem Werke über die kai- _ u 
serliche Porzellanmanufaktur in st. Petersburg) gerischer Embleme an Tellerrandern
	        

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