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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 8 und 9)

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in getriebener Arbeit mit See- 
ungeheuern geschmückt. Das 
andere Stück zeigt uns den 
Körper eines Schiffes mit 
Meeresungeheuem in Wogen, 
in getriebener und gepunzter 
Arbeit verziert, am Schnabel 
eine Ausgußröhre mit Drachen- 
kopf und stehendem Löwen, 
am hinteren Abschluß eine 
Volute mit der Figur eines 
römischen Kriegers, in der 
Mitte ein bewimpelter Mast 
mit zwei geblähten Segeln, Strickleitern 
und Mastkörben, besetzt mit Matrosen 
und Kriegern, am Hinterdeck Vogel 
Strauß, Schildkröte und kämpfende 
Krieger, auf dem Verdeck ebenfalls 
Krieger und ein Frosch. Dieses in seiner 
Art ausgezeichnete Werk gehört Herrn 
Emil Weinberger, welcher auch eine 
Aussäellungalter Goldschmiedearhe-iten im k. k. tenvergoldete, gebuckelte Schale des_ 
sterreichischen Museum, Senfuegel von _ _ _ 
j. B. Fouache, französisch, um 178a (Kat. Nr. 716) Selben Melsters besltlt- Der Melster 
. Ferrn, einer der Tüchtigsten unter den 
Tüchtigen war durch eine gute Treibarbeit, einen Deckelpokal, sowie den 
auch hier abgebildeten wunderschönen Ehrenbecher der Donauschiffsmeister 
vertreten, welcher gegenwärtig Herrn Heinrich Herzog in Rossatz in der 
Wachau gehört; ein ganz ähnliches Stück befindet sich im Germanischen 
Museum. Auch den Konrad Kestner (Meister seit 1645, Geschworner 1675, 
gestorben nach 1699) lernten wir kennen in einem Becher aus der Sammlung 
Pappenheim und einer getriebenen Schüssel des Fürsten Schwarzenberg, in 
dessen Besitz sich auch ein Pokal von Hans Kindsvater befindet, der 1622 
Meister war. Der ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts gehört auch Jeremias 
Ritter an (Meister seit 1605, Genannter seit 1626, Geschworner 1631), von 
welchem wir ein interessantes Stück, eine Eule, aus fürstlich Montenuovo- 
schem Besitz sahen; er war einer der fruchtbarsten Nürnberger Künstler, 
Rosenberg hat eine große Zahl seiner Arbeiten nachgewiesen. Ein tüchtiger 
Meister der zweiten Hälfte des Jahrhunderts war Reinhold Riel (Meister um 
1641, gestorben nach 1681); Baron Tucher besitzt einen guten Becher in 
Römerform, mit Landschaftsdarstellungen und Fruchtgehängen, ein ähnliches 
Stück ist bei Herrn Oberleutnant Elßler (Linz), auch die Sammlung Nirenstein 
hat einen Becher von ihm. Die Herstellung von Bechern war Riels Spezia- 
lität, Rosenberg weist unter anderem 13 Römerbecher dieses Meisters nach. 
Zur selben Zeit wirkte Jakob Pfaff, der 1685 und 1695 Geschworner war; auch 

	        

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