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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 10)

 
dem der geöffnete Höl- 
lenrachen droht. Der 
Grund ist fast nur blau, 
das für die Werkstätte 
charakteristische Rot 
findet sich nur als Be- 
zeichnung des Blutes 
auf der Brust und den 
Flügeln des Pelikans. 
Die Rückseite ist nur 
graviert, in derselben 
Weise wie auf der Vor- 
derseite. In der Krö- 
nung des Kreuzes der 
thronende Christus, auf 
den lilienförmigen Aus- 
läufern des Kreuzes 
die Evangelistensym- 
bole. - Das Lieblings- 
gebietdermodernen 
Sammler, die italie- 
nische Kleinbronze, 
kam in Troppau 
Die Ausstellung von Kleinbronzen im Kaiser Franz Joseph-Museum zu dälik GST Liebens- 
Troppau, Bronze-Tintenfaß in der Art des Bellano (Fürst Johann von  seines 
Liechtenstein) 
hohen Protektors, 
des regierenden Fürsten von Liechtenstein und anderer Sammler in einer 
kleinen, aber guten Auswahl zur Ausstellung. Wilhelm Bode hat in den 
letzten Jahren in verschiedenen Aufsätzen und jetzt zusammenfassend in 
seinem neuesten prächtigen Tafelwerk mit sicherer und kundiger Hand 
die Gruppen geschieden und eine Reihe deutlicher Individualitäten heraus- 
geholt. Auch J. von Schlosser hat das Verdienst, in seiner Publikation der 
„Ausgewählten Gegenstände der kunstindustriellen Sammlung" des Wiener 
Hofmuseums einige wertvolle Aufschlüsse gegeben zu haben. Die Zeit ist 
noch nicht zu weit zurückliegend, wo man genug zu tun hatte, die Vene- 
zianer, Paduaner und Florentiner Bronzen einigermaßen zu scheiden. Das 
Werk des Giovanni da Bologna war wohl das einzige genauer bekannte und 
umrissene; man hatte die signierte Figur im I-Iofmuseum, die der Meister 
als Geschenk an Max II. geschickt hatte, und eine Reihe anderer Klein- 
bronzen Giovannis ließen sich bestimmen als Reduktionen seiner monu- 
mentalen Werke. 
An der Spitze der in Troppau ausgestellten Florentiner Quattrocento- 
bronzen stand der prächtige Herkules von Bertoldo, wie er mit der Rechten 
die Keule schultert und in der Linken den auf den Boden gestützten Schild
	        

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