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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 10)

Eißler und verschiedener Museen zusammen- 
kam. Einige Beispiele mögen genügen. Künst- 
lerisch am bedeutendsten ist das hohe Rundrelief 
des heiligen Antonius aus dem Besitz des Fürsten 
Liechtenstein, eine Halbfigur, nach links schrei- 
tend und in der Linken den Stab mit der Glocke 
haltend, ein Werk, das durch die 
Schönheit des Gusses und der 
herben eindringlichen Realistik 
der Modellierung gleicherweise 
entzückt und ein Werk Bellanos zu 
sein scheint (Abbildung Seite 532). 
Verwandt mit Lombardis 
Art ist die strenge, schön kom- 
ponierte Tabernakeltür des k. k. 
Österreichischen Museums, die 
dahin als Geschenk des Fürsten 
Liechtenstein kam, Christus im 
Grab von fünf Engeln gehalten, 
vor ansteigendem Felswerk mit 
den drei Kreuzen auf dem Gipfel. 
Interessant War eine reiche 
Kassette als Tintenzeug aus Die Ausstellung von Kleinbronzen im Kaiser Franz joseph- 
. Mu eum zu Tro au, Brunnenfl r in Bronze, Italienisch, 
fliqeiälerßsägzdlilämlisäniln 1332123 xvil. jahrnunaegi, (Rudolf nur: von Guttmann, Wien) 
Dasselbe Modell besitzt das Kaiser Friedrich-Museum in Berlin, es wird von 
Bode (a. a. O. Nr. X416) dem Caradosso (1452 bis 1526127) zugeschrieben. Bei 
dem Guttmannschen Exemplar ist der von den Kentauren eingerahmte Kranz 
oben und vorn auf der Langseite ausgefüllt durch ein Wappenschild mit einem 
Wappen, darstellend einen Elefanten mit Turm auf dem Rücken. Auf dem 
Deckel stehen außerdem zu beiden Seiten des Kranzes die Buchstaben C. B., 
wohl das Monogramm des Bestellers. An die Art des Vizentiners Valerio 
Belli (1465 bis 1546) erinnert eine Platte des Prager Kunstgewerbemuseums 
(Durchmesser 18 Zentimeter) mit Kampfszenen in drei Rollwerkkaxtuschen, 
unterbrochen durch Mascarons (Abbildung Seite 530). 
Dem Grazer Museum gehört eine rechteckige Plakette mit der Dar- 
stellung der Anbetung durch die heiligen drei Könige und dem Datum 1561 auf 
einer Säulentrommel. Am Gebälk der hohen Säulenhalle im Hintergrund 
steht die Inschrift PARM. INVENT. Die Plakette scheint deutschen Ur- 
sprungs und die Kopie eines italienischen Stiches zu sein. 
Für die folgende Zeit will ich mich nur mit einigen Beispielen begnügen. 
Das meiste Interesse erregten zwei Paar kraftvoller ruhender Mannes- 
gestalten, die Vasen mit Wasser ausgießen und aus Preßburg von einem 
Brunnen stammen sollen (Rudolf Ritter von Guttmann). Das Auftauchen und 
 
 
 

	        

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