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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 11)

 
 
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sich auf dem Stuhl Leo X. auf dem Raffaelschen Porträt im Palazzo Pitti in 
ganz ähnlicher Form finden. Die dem Holzwerk sich übrigens in Art und 
Farbe ausgezeichnet anpassende Ausstattung des Lederrückenteils mit ihrer 
in schweren Barockforrnen gehaltenen Goldpressung, 
Sitz, Benaglung und Fransenwerk dürften von einer 
geschicktenErneuerung des Stuhls um 1620 herrühren. 
Schade daß das ehemals in Mitte des Lederrückens 
Abb. 89. Französischer Schemelstuhl, um Abb. go. Französischer Lehnstuhl, um x7oo. 
xGao. Höhe 1,065, Breite o,4r Meter Höhe x,xr, Breite 0,49 Meter 
gemalte Wappen verschwunden ist (Abb. 74). - Das zweite hochinteressante 
Exemplar (Abb. 75) bietet in den Formen des I-Iolzgestells mit hübscher 
Drechslerarbeit an den Vorderstollen unten und unter den Armlehnen, den 
gestürzten Akanthuskonsolen ein geradezu typisches Beispiel des „poltrone" 
der Spätrenaissance. Auch hier ist die im XVII. Jahrhundert aufkommende 
kastenartige Lederbespannung und das große Rückenfeld charakteristisch. 
Besonderes Interesse gewinnt dieser Stuhl durch seine Lederbespannung
	        

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