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Full text: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 11)

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der Figdorschen Sitzmöbel uns kurz dem nächstverwandten romanischen 
Land, Spanien, zuwenden. Selbständig schöpferische Wege auf dem Gebiet 
der freien und angewandten Kunst ist Spanien erst verhältnismäßig spät 
gewandelt, im XVI. Jahrhundert vor allem folgte es ganz der kulturell über- 
legenen Schwesternation Italien. Dieses Abhängigkeitsverhältnis macht sich 
Abb.93. Kirchenstuhl aus Gaarekirchen, Provffelemarken, Norwegen, XVLJahrh. Höhe 0.92, Breite 0,93 Meter 
auch in seinen Sitzmöbeln geltend. Der Faltstuhl, der hier in Abbildung 79 
erscheint, hätte auch in Florenz oder Rom seine Heimat haben können; die 
über die ganzen äußeren Teile des Stuhls verstreuten größeren und kleineren 
sternförmigen Einlagen in der sogenannten Certosinatechnik aus Bein, Perl- 
mutter und Zinn, ein im XV. Jahrhundert auch in Italien besonders an 
Kassetten beliebter Schmuck, weist auf die in Spanien besonders kräftigen 
orientalischen Einflüsse hin. Technisch nicht uninteressant ist die schräge
	        
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