MAK

Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 11)

die schwach trapezförmige mit abgeschnittenen Ecken. Häufig ist rückwärts 
an der Stelle der Einzapfung der Rücklehne, um das Sitzbrett, das ohnehin 
oft nicht sehr geräumig ist, nicht zu beeinträchtigen, eine Ausbuchtung ange- 
bracht. Die Lehne ist in allen Fällen schräg in das Sitzbrett eingelassen 
und ebenso besteht sie mit ganz vereinzelten Ausnahmen alemannischer 
Herkunft aus einem ebenen Brett. Die Form der Lehne ist meist die eines 
Abb. x26. Stuhl aus Kempten, XVII. Jahrhundert. Abb. 127. Stuhl vom Bodensee, XVILJahrhundei-z. 
Höhe 0,98, Breite 0,41 Meter Höhe 0,96, Breite 0,46 Meter 
in den verschiedensten Varianten geschweiften und abgesetzten, unten 
schmalen, nach oben breiter werdenden Brettes, das oben abgerundet ist. 
Entweder bleibt das Brett in einer Fläche geschlossen oder es ist in der 
Mitte durchbrochen. Im letzteren Fall ist die lochförmige Durchbrechung 
meist so gestaltet, daß sie zum Zweck der Fortbewegung des Stuhles 
das Durchstecken der menschlichen Hand leicht ermöglicht. Die Form 
der Rückenlehne sowie das Vorhandensein der Öffnung ist auf die Art
	        

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