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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 11)

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bayerische Farbenfreudigkeit erscheinen läßt. Bei dem wohl etwa um 1700 
entstandenen Stuhl ist die Behandlung der Beine in Spiralen besonders der 
Schrägstellung angemessen (Abb. 130). 
Ebenso wie das eben angeführte stilistische Merkmal ist für diese 
Bauernstühle ein technisches bezeichnend. Die Schnitzerei - im Übergang 
von handwerklicher zur häuslichen Erzeugung - bleibt auf die Oberfläche 
beschränkt, sie verBacht auch in dieser Richtung. Verhältnismäßig sehr 
hübsch geschieht das an einer der vielen alemannischen Arten, die sich um 
den Bodensee und in der Nordschweiz vorfinden. Das von 1713 stammende 
Exemplar der Sammlung gibt von dieser Art einen selten vorteilhaften 
Begriff (Abb. 131). Noch feiner wirkt ein Stuhl, dessen durchbrochene Lehne 
aus profiliertem, verschlungenem Bandwerk gebildet ist. Das hier in Abbil- 
dung 132 wiedergegebene Exemplar von außerordentlich sorgfältiger Arbeit 
ist im Elsaß erworben, doch kommen dergleichen Stühle auch in der Nord- 
und Ostschweiz vielfach vor. je später die Entstehung, desto geringer wird 
Abb. 13g. Drehbarer Bauernstuhl Abb. 140. Drehbarer Salzburger Bauernsiuhl. 
aus dem Jahre 1649. Höhe 0,895, Breite 0,375 Meter XVIILJaln-hunden. Höhe 0,90, Breite 0.30 Meter 
80'
	        

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