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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 12)

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Charles Frederick Naegele, Mädchenbildnis 
Weltausstellungen 
und anderen Ge- 
legenheiten so oft be- 
gangen worden ist: 
Um rasch zu füllen, 
holte man Bilder aus 
den Privatgalerien, 
stattausdenAteliers. 
Außerdem wurden 
viele Bilder aus der 
NewyorkerAcademy 
dahingesandt.Daher 
genügt es, vorläufig 
nuraufdieGründung 
dieser neuen Aus- 
stellung hinzuwei- 
sen, ohne die ein- 
zelnen Gemälde zu 
besprechen. 
Ein anderes neues 
Unternehmen, das 
die Zukunft zu voller 
Reife bringen wird 
und das besonders 
in kleineren Städten 
Nachahmung ver- 
dient, hat der Maler 
Charles Frederick 
Naegele ins Leben 
gerufen. Er hat eine 
Anzahl guter Bilder 
von Newyorker Ma- 
lern nach der Stadt 
WatertownimStaate 
Newyork gesandt und dort eine Ausstellung veranstaltet. Da man ihm in der 
kleinen Stadt, für die eine solche Kunstschau ein noch nie dagewesenes 
Ereignis war, das Ausstellungslokal gern unentgeltlich überließ, so konnte 
das bescheidene Eintrittsgeld von 10 Cents zum Ankauf von Gemälden ver- 
wendet werden. jeder Besucher durfte seine Stimme dahin abgeben, welches 
Gemälde angekauft werden sollte. Diejenigen Bilder, die am meisten Stimmen 
erhielten, gingen nun in den Besitz der Stadt über. Es wurde möglich, aus 
dem Ertrage der ersten Ausstellung drei Bilder zu erstehen, und schon nach 
wenigen Wochen ward in dem kleinen Watertown der Wunsch nach einer 
zweiten Ausstellung rege. Nächsten Winter wird nicht nur Watertown,
	        

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