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Volltext: Monatszeitschrift X (1907 / Heft 12)

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Selbst unser Metropolitan Museum, das den jungen Kräften so schwer 
zugänglich ist, hat sich bereits dazu entschlossen, Arbeiten dieser plötzlich, 
wie ein Meteor am Kunsthimmel aufgetauchten jungen Künstlerin seinen 
Sammlungen einzuverleiben. 
Als letzte der jahresausstellungen tat wie immer im Spätfrühjahr die 
Water Color Society ihre Pforten auf. Wir finden hier nahezu dieselben Maler 
vertreten wie in den Ausstellungen der Academy, und hiezu kommen solche 
Maler, die sich zugleich oder hauptsächlich der Illustration widmen. Dadurch 
ist diese Ausstellung verhältnismäßig reicher an Hguralen Arbeiten als andere. 
Arthur J. Keller, einer unserer besten Illustratoren, hat ein sehr anmutig und 
schön komponiertes Bild „Die goldene Hochzeit" eingesandt. 
Ebenfalls stimmungsvoll, wenngleich in ganz anderer Art, ist Charles 
Austin Needham's 
„Tor der Dämme- 
rung", eine dunkle, 
fast schattenhafte 
Gestalt eilt in eine 
einsame ebenfalls 
matt getönte Land- 
schaft hinaus. 
Frank Rusell 
Greens „Käsemarkt 
in Holland" ist da- 
gegen ein frisches 
Wirklichkeitsbild. 
Auch eine Reihe 
anderer haben sich 
in dieser Ausstellung durch stimmungsvolle Landschaften hervorgetan. 
Unser vorzüglichster Impressionist Childe Hassam geht durchaus unter 
die Maler weiblicher Akte, die ihm nicht gelingen, während seine Landschaften 
und Straßenszenen einzig in ihrer Art sind. Leider weist man ihm seines 
Namens wegen für seine figuralischen Verirrungen in den Ausstellungen 
immer wieder Ehrenplätze an! Mehrere Räume waren den Radierungen und 
den Originalen für Illustrationen unserer Monatshefte angewiesen. Hier ist 
Arthur Keller hervorragend. Auch Everett Shinn mit seiner breiten Pinsel- 
führung zeigt treffliche Bilder, die bei ScribnersVerwendung gefunden hatten. 
Rufus Sheldon, Charles Sarka, Frank X. Leyndecker zeigten ihre treßlichen 
Skizzen für „Colliers Monthly". Unter den Radierungen ragten diejenigen 
von Joseph Penell ganz besonders hervor. Sie gehören zum Besten in ihrer 
unvergleichlichen Zartheit, die die Kraft für das Wesentlichste spart, Straßen- 
szenen und Landschaften sind sein Fach, während G. Howard Hilder mit 
keck gearbeiteten Köpfen sich hervortut. 
In der Ausstellung der künftigen Sezession, die sich diesmal noch be- 
scheiden in dem Saal der „New-York School of Art" präsentierte, machten 
 
Keramische Ausstellung in Newyork xgoy. Vasen von Fred Walrath
	        

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